Fußball

Sieben Tore bei Eintracht-Spiel Die Not-Elf des FC Bayern patzt im Titelkampf

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Das lief nicht nach Plan.

(Foto: Pool via REUTERS)

Der FC Bayern führt die Fußball-Bundesliga an, doch es wird enger. Weil der 1. FC Union den deutschen Rekordmeister stolpern lässt. Richtig Spektakel gibt es derweil bei der Partie der Champions-League-Kandidaten Frankfurt und Wolfsburg. RB lässt in Bremen keinerlei Zweifel aufkommen, wer der stärkere ist.

Werder Bremen - RB Leipzig 1:4 (0:3)

RB Leipzig hält den Druck auf Spitzenreiter Bayern München hoch und bringt Werder Bremen in die Bredouille: Mit einem 4:1 (3:0)-Sieg im Weserstadion gelang den Sachsen um Trainer Julian Nagelsmann eine prompte Reaktion auf die Niederlage im Spitzenspiel gegen den deutschen Rekordmeister eine Woche zuvor. Der Rückstand beträgt nach dem Patzer der Münchner gegen Union Berlin nur noch fünf Punkte.

Dani Olmo (23.) und Alexander Sörloth (32., 41.) brachten die Gäste schon in der ersten Hälfte nach teilweise beeindruckenden Kombinationen klar auf Kurs. Nach der Pause schaffte Werder per Handelfmeter von Milot Rashica den Anschlusstreffer (61.), doch der Konter von Marcel Sabitzer erfolgte fast im Gegenzug (63.).

RB spielte in dem Duell, zu dem es auch am 30. April im Halbfinale des DFB-Pokals kommen wird, von Beginn an seine individuelle Überlegenheit aus und festigte Rang zwei. Es war der fünfte Liga-Auswärtssieg hintereinander des ersten Bayern-Verfolgers. Und der bringt Werder in Bedrängnis, denn Florian Kohfeldts Team ist weiter in Reichweite der Abstiegskandidaten.

Hertha BSC - Borussia Mönchengladbach 2:2 (1:2)

Hertha BSC hat die große Chance auf ein Durchatmen im Abstiegskampf fahrlässig verschenkt. Trotz über 75-minütiger Überzahl kamen die Berliner gegen Borussia Mönchengladbach nicht über ein 2:2 (1:2) hinaus und bleiben zunächst nur einen Punkt vor dem Relegationsplatz. Die Gladbacher verdienten sich den Punkt mit Moral und einer starken Mannschaftsleistung. Im Rennen um die Europa-League-Qualifikation war das Remis allerdings zu wenig.

Alassane Plea (27.) und Lars Stindl (38., Foulelfmeter) hatten das Spiel nach der Führung von Santiago Ascacibar (23.) für die Gladbacher gedreht, die einen Großteil der Partie nach der Roten Karte für Yann Sommer (13., Notbremse) in Unterzahl absolvierten. Jhon Cordoba (49.) glich für Hertha aus.

Der Sieg von Arminia Bielefeld am Freitagabend (1:0 gegen Freiburg) hatte Herthas Lage im Tabellenkeller zusätzlich verschärft. Der Druck, gegen die zuletzt wiedererstarkten Gladbacher möglichst dreifach zu punkten, war (zu) groß.

Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg 4:3 (2:1)

Eintracht Frankfurt kommt der Champions League dank eines Offensivfeuerwerks immer näher. Die Hessen gewannen auch das nächste Schlüsselspiel im Rennen um die Königsklasse gegen den VfL Wolfsburg mit 4:3 (2:1) und vergrößerten damit ihr Polster auf Platz fünf zumindest vorübergehend auf zehn Punkte. Nach dem Erfolg im direkten Duell winkt nun sogar Platz drei, die Wölfe sind nur noch einen Zähler voraus.

Daichi Kamada (8.), Luka Jovic (27.), Andre Silva (54.) und Erik Durm (61.) trafen gegen die bis dahin beste Defensive der Liga und sorgten trotz des Eigentors von Tuta (84.) nach mehr als fünf Jahren mal wieder für einen Heimsieg gegen die Wölfe. Für den VfL, für den Ridle Baku (6.) und Wout Weghorst (46.) trafen, war die erst zweite Pleite der Rückrunde im Kampf um die Königsklasse allerdings kein Beinbruch, die Chancen sind weiter bestens.

FC Bayern - 1. FC Union Berlin 1:1 (0:0)

Bayern München hat mit einer B-Elf einen Dämpfer im Titelrennen hinnehmen müssen. Der stark ersatzgeschwächte deutsche Rekordmeister kam gegen Union Berlin nicht über ein mageres 1:1 (0:0) hinaus, hat sechs Spieltage vor Saisonschluss aber immer noch fünf Punkte Vorsprung auf RB Leipzig.

Drei Tage vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League bei Paris St. Germain endete für die Bayern damit auch eine starke Ligaserie von zuletzt fünf Siegen. Jamal Musiala brachte die Münchner in der 68. Minute in Führung. Marcus Ingvartsen (86.) glich noch aus. Für Union war es wie im Hinspiel (1:1) erneut ein Achtungserfolg gegen den Triplesieger.

Dabei waren die Sorgen von Trainer Hansi Flick nach dem 2:3 in der Königsklasse gegen PSG riesig. Er musste in Robert Lewandowski, Lucas Hernandez, Niklas Süle, Leon Goretzka, Marc Roca, Douglas Costa, Corentin Tolisso (alle verletzt), Alphonso Davies (gesperrt) und Serge Gnabry (positiv auf Covid-19 getestet) gleich neun Spieler ersetzen. Zudem schonte er zunächst Benjamin Pavard, David Alaba und Leroy Sané mit Blick auf Paris. Dafür feierte der 21 Jahre alte Josip Stanisic sein Bundesliga-Debüt. Tiago Dantas durfte erstmals von Beginn an ran.

Quelle: ntv.de, ara/sid

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