Fußball

FC Bayern vor Paradigmenwechsel Karl-Heinz Rummenigge spricht über Oliver Kahn

Über Kahn mochte Rummenigge "nichts Negatives sagen".

Über Kahn mochte Rummenigge "nichts Negatives sagen".

(Foto: imago images/Sammy Minkoff)

Karl-Heinz Rummenigge hat einen klaren Plan: Jan-Christian Dreesen sei genau der Richtige, um das "große Schiff Bayern München" wieder fit zu machen und auf Kurs zu bringen. Auch zu Thomas Tuchel äußert sich Rummenigge deutlich. Und dann ist da ja auch noch Oliver Kahn.

Karl-Heinz Rummenigge ist überzeugt, dass Jan-Christian Dreesen beim FC Bayern München als Nachfolger von Oliver Kahn ein erfolgreicher Vorstandschef wird. "Ich halte Jan-Christian für einhundert Prozent qualifiziert. Und ich halte ihn auch für den absolut richtigen Mann, um das große Schiff Bayern München wieder auf Kurs zu bringen", sagte der frühere Vorstandsvorsitzende Rummenigge im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Der 55-jährige Dreesen hatte den Fußball-Rekordmeister als Finanzvorstand unter anderem erfolgreich durch die Corona-Krise geführt.

Über Kahn, der ihn vor zwei Jahren als Vorstandsboss abgelöst hatte und nun vorzeitig gehen musste, mochte Rummenigge "nichts Negatives sagen". Er empfinde gegenüber dem ehemaligen Nationaltorhüter seit 2001 "eine große Dankbarkeit". Damals war Kahn mit drei gehaltenen Elfmetern im Elfmeterschießen der entscheidende Spieler beim ersten Champions-League-Triumph des FC Bayern im Endspiel gegen den FC Valencia. "Wir hätten ohne Oliver Kahn nicht gewonnen. Darum sind wir ihm alle dankbar und werden es auch immer sein."

Dreesen stehe an der Klub-Spitze jetzt "für einen Paradigmenwechsel", so Rummenigge: "Der Klub ist seit Jahrzehnten von ehemaligen Spielern gemanagt oder geführt worden, Franz Beckenbauer, Uli Hoeneß, meine Person. Jan-Christian ist ursprünglich Finanzexperte, war früher schon im Banken-Vorstand."

Tuchel wie Heynckes, van Gaal oder Guardiola

Rummenigge ist außerdem überzeugt, dass Thomas Tuchel trotz der schwierigen Startphase in München eine erfolgreiche Ära als Trainer prägen kann. "Ich hatte in meiner Amtszeit das große Glück, viele tolle Trainer wie Louis van Gaal, Jupp Heynckes, Hansi Flick, Pep Guardiola oder auch Carlo Ancelotti erlebt zu haben. Ich bin überzeugt, dass Thomas Tuchel ein sehr erfolgreicher Trainer beim FC Bayern wird", sagte der 67-Jährige, der bei der gestrigen Hauptversammlung der FC Bayern München AG in den Aufsichtsrat berufen worden war.

"Er hat ohne Frage keinen leichten Start gehabt. Aber der ist ihm auch erschwert worden durch die Unruhe, die der Trainerwechsel von Julian Nagelsmann zu ihm mit sich gebracht hat. Das ist in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert worden. Und damit hat es auch Unruhe in der Mannschaft gegeben", sagte Rummenigge. Er wollte Tuchel in seiner Zeit als Vorstandschef schon vor einigen Jahren als Trainer nach München holen.

Der 49 Jahre alte Tuchel hatte im März Nagelsmann abgelöst. Danach schieden die Bayern jeweils im Viertelfinale aus dem DFB-Pokal und der Champions League aus. Am vergangenen Wochenende holten sie in einem Bundesliga-Herzschlagfinale dann noch den elften Meistertitel nacheinander.

Mit Tuchel wird nun auch die Transferplanung vorangetrieben. Rummenigge soll dabei nach dem Willen der Vereinsführung seine große Fußball-Expertise und sein internationales Netzwerk einbringen. Zunächst werde man sich "einen Überblick verschaffen", kündigte er an: "Erste Transferplanungen und Gespräche hatte es bereits gegeben. Wir werden uns mit Thomas Tuchel zusammensetzen, um alle auf einen Stand zu bringen."

Quelle: ntv.de, dbe/dpa

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