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RB Leipzig geht nicht davon aus, dass Keita eine Fälschung vorgelegt hat.
RB Leipzig geht nicht davon aus, dass Keita eine Fälschung vorgelegt hat.(Foto: imago/Picture Point LE)
Samstag, 04. November 2017

Strafbefehl gegen Leipzig-Star : Keita fliegt mit gefälschtem Führerschein auf

Naby Keita hat Ärger mit der Justiz. Der Profi von Fußball-Bundesligist RB Leipzig versucht offenbar mehrfach, seinen Führerschein aus Guinea umschreiben zu lassen - der soll jedoch eine Totalfälschung sein. Ihm droht eine Geldstrafe im sechsstelligen Bereich.

RB Leipzigs Mittelfeldstar Naby Keita wird Urkundenfälschung in zwei Fällen von der zuständigen Staatsanwaltschaft in Leipzig vorgeworfen. Der Fußball-Profi aus dem westafrikanischen Guinea soll zweimal gefälschte Führerscheine aus seiner Heimat vorgelegt haben. Gegen ihn ist ein Strafbefehl (Az.: 232 CS 812 JS 42542/17) ergangen.

Fußball-Bundesligist RB Leipzig bestätigte die Vorgänge, über die die "Bild"-Zeitung als erstes berichtet hatte. "Dieser Vorgang ist uns bekannt. Wir gehen nach eingehenden Gesprächen nicht davon aus, dass es sich um eine Fälschung handelt", teilte ein Sprecher von RB Leipzig auf Anfrage mit. Der Anwalt Keitas sei eingeschaltet und warte nun auf Einsicht in die Akten.

Erinnerung an Causa Reus

Keita soll Anfang Dezember 2016 und rund sechs Wochen später jeweils eine angebliche Fahrerlaubnis aus seiner Heimat vorgelegt haben, um diese umschreiben zu lassen. "Beide Dokumente wurden als Totalfälschungen identifiziert", wird Gerichtssprecher Stefan Blaschke von der "Bild"-Zeitung zitiert. Demnach seien die Fälschungen derart schlecht gewesen, dass der Mitarbeiter der Führerscheinstelle in Leipzig sofort Verdacht geschöpft habe.

Blaschke bestätigte der Zeitung zufolge auch, dass die Geldstrafe für Keita, der einen Porsche und zwei Mercedes sein Eigentum nennt, im sechsstelligen Bereich liegen soll. Laut Bericht laufen außerdem parallel noch Verfahren wegen Fahrens ohne Führerschein.

Keita ist nicht der erste Bundesliga-Profi, der mit seinem Fahrverhalten für Aufmerksamkeit sorgt: der Fall weckt Erinnerungen an den derzeit verletzten Marco Reus von Borussia Dortmund. Zum Vergleich: Der Nationalspieler musste 2014 insgesamt 540.000 Euro zahlen, weil er jahrelang ohne gültigen Führerschein gefahren war.

Keita spielt seit Sommer vergangenen Jahres für RB. Er war von Red Bull Salzburg nach Leipzig gewechselt. Vor seinem Wechsel 2014 nach Österreich spielte Keita eine Saison in Istres in Frankreich. Nach der laufenden Spielzeit wird er für 70 Millionen Euro in die englische Premier League zum FC Liverpool wechseln.

Quelle: n-tv.de