Fußball

"Dann war es das ..." Klopp spricht über mögliches Karriereende

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Erste Gedanken ans "Goodbye"?

(Foto: dpa)

Noch hat Jürgen Klopp lange nicht genug vom Profifußball. Trotz der großen Erfolge mit seinem FC Liverpool will er mit dem Team noch viele Titel holen. Das Thema Karriereende beschäftigt ihn dennoch bereits. Und er formuliert auch sehr konkret, wie es dazu kommen könnte.

Jürgen Klopp schließt das Ende seiner Trainerkarriere nach Ende seines Vertrages im Sommer 2024 nicht aus. "Ich werde ein Jahr pausieren und mich danach fragen, ob ich den Fußball vermisse. Wenn ich das verneine, dann war es das mit dem Trainer Jürgen Klopp", sagte der Coach des FC Liverpool im Interview des "Sportbuzzer". Obwohl er bereits im 19. Jahr als Trainer im Profifußball unterwegs ist, hat der 53-Jährige bislang nur bei drei Vereinen gearbeitet: beim 1. FSV Mainz 05, beim BVB und nun eben bei den Reds.

In dem Interview sprach er gewohnt launig auch über seine Entwicklung vom mittelmäßigen Zweitliga-Spieler zum Trainer. "Ich war als limitierter Fußballer unterwegs. Von der Einstellung her war ich erste Liga, vom Talent her vierte. Heraus kam die zweite", sagte er. "Ich war ganz gut darin, ein Spiel zu lesen und hatte schon auch sensationelle Ideen, was ich gleich Fantastisches mit dem Ball anstellen werde. Aber der Weg vom Kopf zu den Beinen war bei mir nicht nur Meter-technisch ein weiter."

"Meine Gedanken kreisten um Corona"

Klopp ist seit 2015 Trainer an der Anfield Road. In diesem Jahr führte er Liverpool zur ersehnten ersten Meisterschaft seit 30 Jahren, nachdem er zuvor mit den Reds bereits die Champions League gewonnen hatte. "Wir verteidigen keine Titel, wir wollen neue holen, haben gerade erst angefangen mit dem Gewinnen", kündigte Klopp mit Blick auf die neue Saison an. "Der gesamte Verein ist heiß auf die neue Saison, will es noch besser machen. Wir wollen die Gegner und den Ball über den gesamten Platz jagen, weiter eine super unangenehme Mannschaft sein, gegen die es keinen Spaß macht zu kicken."

Während der schlimmsten Phase der Corona-Pandemie sei der Fußball für ihn aber nicht wichtig gewesen. "Meine Gedanken kreisten nicht um unseren Titel, sondern um Corona, um die vielen Toten und Kranken. Um die Menschen, die rund um die Uhr in Krankenhäusern schuften. Um Menschen, die um ihre Existenz fürchteten oder sie verloren haben", sagte Klopp, der der Deutschen Fußball Liga bei der Rückkehr zum Spielbetrieb eine Vorreiterrolle attestierte.

Quelle: ntv.de, tno/dpa