Fußball

Podolski wütet bei Twitter Köln bestraft zwei Profis für "Spacken"-Eklat

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Der Moment der Empörung.

(Foto: imago images/Herbert Bucco)

Die eigenen Fans verbal attackieren, das ist selten eine gute Idee. Und für den Kölner Fußballer Dominick Drexler hat sie nun auch Folgen. Der "Effzeh" wird den Mittelfeldspieler und einen weiteren Profi bestrafen. Das Geld soll einem karitativen Zweck zugute kommen.

Sportchef Horst Heldt vom Bundesligisten 1. FC Köln hat eine Strafe für FC-Profi Dominick Drexler nach dessen fieser Verunglimpfungen der eigenen Fans angekündigt. "Natürlich wird es eine Strafe geben. Das werden wir intern regeln. Es wird auch einen weiteren Spieler noch treffen", sagte Heldt ohne den anderen Profi namentlich zu nennen. Die Strafe soll indes nicht dem FC zugute kommen. "Wir werden überlegen, ob wir das karitativen Zwecken spenden, vielleicht auch fanbezogen", sagte Heldt weiter.

Vor dem 2:1-Derbysieg der Kölner am Samstagabend bei Borussia Mönchengladbach war im Internet ein Video aufgetaucht, auf dem Drexler FC-Fans als "Spacken" bezeichnet hatte. Die Aufnahme war offenbar bei der Fahrt des Kölner Spielerbusses nach Mönchengladbach entstanden und zeigt die Perspektive aus dem Bus heraus. Auf der Straße hatten Kölner Anhänger das FC-Team mit Pyrotechnik auf das Derby eingestimmt. Via Klub-Homepage hatte sich Drexler vor dem Spiel am Samstag dann entschuldigt. Er sei mit dem Verein aufgewachsen und selbst Fan, sagte der Mittelfeldspieler.

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"Dass meine Aussagen einen großen Teil unserer Fans verletzt haben und sie es als beleidigend empfunden haben, kann ich deshalb absolut verstehen", meinte er. Er wolle sich bei den FC-Anhängern "aufrichtig und von Herzen entschuldigen". Das Kölner Klub-Idol Lukas Podolski hatte den Vorfall scharf kritisiert. "Unfassbar", schrieb der Ex-FC-Stürmer bei Twitter. Wer die eigenen Fans beleidige, "der hat dieses Trikot nicht verdient", hieß es in dem Tweet weiter.

Kölns Trainer Markus Gisdol hatte Drexler bereits am Samstag in Schutz genommen. "Er ist ein Spieler, der einen großen Fehler begangen hat. Aber der Junge hat sich aufrichtig entschuldigt. Deswegen war er heute auch im Kader. Das würde er im Normalfall auch niemals so sagen", befand Gisdol weiter. Vor allem auch wegen dieses Vorfalls sei der Derbysieg besonders wichtig, sagte der Coach: "Ein intensiver Tag liegt hinter uns mit dem großen Happy End des Derbysieges, der unseren Fans viel bedeutet."

Quelle: ntv.de, tno/dpa