Fußball

Startdebakel-Rekord vermieden Kölns Nullinger erkämpfen Punkt in Hannover

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(Foto: imago/Nordphoto)

Für den ersten Sieg des 1. FC Köln in dieser Bundesliga-Saison reicht es in Hannover nicht, auch ein Tor schaffen die Gäste nicht. Trotzdem sind die Kölner beim Schlusspfiff glücklich. Sie verschlafen zwar den Start komplett, wenden aber einen Horror-Startrekord ab.

Der 1. FC Köln hat mit einem 0:0 bei Hannover 96 einen historisch schlechten Fehlstart in die Fußball-Bundesliga verhindert. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung des Europa-League-Starters nach der Pause reichte es vor 47.000 Zuschauern im sechsten Saisonspiel immerhin zum ersten Punkt. Bei zuvor fünf Niederlagen am Stück wären die Kölner im Fall einer weiteren Pleite der Klub gewesen, der den schlechtesten Saisonstart in der Geschichte der Bundesliga hingelegt hätte.

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Wie seine Hannoveraner in der starken ersten Halbzeit nicht in Führung gehen konnten, war für H96-Coach Andre Breitenreiter nur schwer zu verstehen.

(Foto: dpa)

Mit nur einem Zähler bleibt das Team von Trainer Peter Stöger aber dennoch Tabellenletzter. Die überraschend stark in die Saison gestarteten Hannoveraner verpassten den vierten Saisonsieg und den Sprung auf den dritten Tabellenplatz. Das Team von Trainer André Breitenreiter war vor der Pause drückend überlegen, erst in der zweiten Hälfte spielten auch die Gäste mit und kamen zu guten Gelegenheiten. 96 blieb aber im saisonübergreifend achten Heimspiel am Stück ohne Gegentor.

Hannover dominiert, Fans schweigen

Die unter Breitenreiter noch ungeschlagenen Niedersachsen begannen dominant und hätten die Partie früh entscheiden können. Ohne den verletzten brasilianischen Neuzugang Jonathas im Sturm war 96 aber zu großzügig. Der frühere Düsseldorfer Ihlas Bebou in seinem ersten Spiel von Beginn an (6. Minute) und Niclas Füllkrug (12.) vergaben früh hundertprozentige Chancen. Ohne den verletzten Nationalspieler Jonas Hector bekam die Kölner Abwehr immer wieder arge Probleme. Salif Sané köpfte nach einer halben Stunde nur an die Latte.

Einmal mehr wurde die gute Leistung Hannovers vom eigenen Anhang konterkariert. Trotz des starken 96-Spiels schwieg der Großteil der hannoverschen Fans. Aus Protest gegen die Politik von Clubchef Martin Kind und dessen geplante Übernahme der Anteilsmehrheit an der Profigesellschaft gilt weiterhin der Stimmungsboykott der Ultras, der trotz zunehmender Kritik von Breitenreiter und Sportchef Horst Heldt gerade erst verlängert worden war.

Kölns Stöger behält die Ruhe

Trotz der anfangs klaren Unterlegenheit seines Teams demonstrierte der laut FC-Führung nicht gefährdete Kölner Coach Stöger all jene Gelassenheit, mit der die Rheinländer die Krise meistern wollen. Während sein Kollege Breitenreiter nahezu die gesamte Zeit direkt am Spielfeldrand entlang lief und coachte, saß Stöger lange ruhig auf seiner Bank und verzichtete zur Pause auf Wechsel.

Dies wurde mit einer deutlichen Leistungssteigerung belohnt. Im zweiten Durchgang gelang auch den Kölnern die ein oder andere Offensivaktion. Die beste Möglichkeit vergab Yuya Osako, der nach einer guten Stunde an einer hervorragenden Reaktion von Hannovers Keeper Philipp Tschauner scheiterte. Hannover blieb insgesamt aber spielbestimmend und hatte zahlreiche weitere Chancen. Dennoch fiel bis zum Ende kein Tor mehr.

Quelle: n-tv.de

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