Fußball

Streit um Eduard Geyer Kreische setzt Dynamo Dresden Ultimatum

15940973.jpg

Geyer und Uli Hoeneß (l) 1973 im Achtelfinal-Hinspiel im Landesmeister-Pokal. Dresden unterlag in München mit 3:4.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Über Jahre berichtet Eduard Geyer als Spieler des Oberligisten Dynamo Dresden an die Staatssicherheit. Das stößt einigen verdienten Spielern von Dresden noch immer bitter auf. Sie fordern nun, dem 73-Jährigen den Titel als Ehrenspielführer zu nehmen.

Um Ehrenspielführer Eduard Geyer ist beim Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden ein Streit entbrannt. Auch im Namen weiterer Vereinslegenden wie Klaus Sammer und Dieter Riedel fordert der langjährige DDR-Auswahlspieler Hans-Jürgen Kreische der "Sächsischen Zeitung" von der Vereinsführung, dem 73-Jährigen wegen dessen Stasivergangenheit dieses Amt wieder abzuerkennen.

"Wenn so jemand die Tradition von Dynamo verkörpert, läuft irgendwas falsch. Entweder das Bild von Geyer wird aus dem Stadion  entfernt - oder meins. Ich will nicht neben ihm hängen", sagte der 70-Jährige, der dem Klub eine Handlungsfrist bis zum Beginn der neuen Saison gesetzt hat. Geyer war unter dem Decknamen "Jahn" mehr als zehn Jahre lang als Inoffzieller Mitarbeiter für die Staatssicherheit der ehemaligen DDR tätig.

Geyer spielte von 1968 bis 1975 für Dresden. In der Oberliga lief er 90 Mal für die Sachsen auf und wurde als Spieler zweimal Meister. Im Anschluss arbeitete er als Trainer und übernahm 1986 die erste Mannschaft. Mit ihr wurde er ebenfalls zweimal DDR-Meister. Geyer ist einer von neun Ehrenspielführern der Dresdner.

Von Mitte 1989 bis April 1990 trainierte er zudem die DDR-Auswahl und stand auch beim letzten Länderspiel gegen Belgien an der Seitenlinie. Zwischen 1994 und 2004 trainierte er Energie Cottbus und führte die Lausitzer bis in die Bundesliga und blieb dort mit der Mannschaft drei Spielzeiten.

Quelle: n-tv.de, jwu/sid

Mehr zum Thema