Fußball

"Uns nicht alleine besiegen" Kuntz macht Ronaldo eine Kampfansage

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Kuntz sieht seine Chance gegen Ronaldo.

(Foto: imago images/Sportfoto Rudel)

Die direkte Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft verpasst die Türkei knapp. Trainer Stefan Kuntz aber führt das Team in die Playoffs - wo es nun gegen Cristiano Ronaldo und sein Portugal geht. Der Superstar allein aber hat auch keine Chance, zeigt sich Kuntz selbstbewusst.

Stefan Kuntz hat wieder dieses besondere Funkeln in den Augen. Der 59-Jährige ist wild entschlossen, mit der türkischen Nationalmannschaft Großes zu leisten. "Wir haben nichts zu verlieren. Und wenn eine Mannschaft nichts zu verlieren hat, ist sie besonders gefährlich", sagte Kuntz mit Blick auf die WM-Playoffs. Cristiano Ronaldo wird es mitbekommen haben.

Ab Donnerstag geht es um alles oder nichts - die letzten Tickets für die WM-Endrunde in Katar (ab 21. November) werden an europäische Mannschaften vergeben. Und Kuntz will gegen alle Wahrscheinlichkeiten dabei sein. Zunächst muss sich sein Team um den früheren Bundesliga-Star Hakan Calhanoglu dafür in Porto gegen den klaren Favoriten Portugal (20.45 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker) durchsetzen. Anschließend könnte fünf Tage später Europameister Italien warten.

Statistik spricht für Ronaldo und Co.

Doch der Blick von Kuntz richtet sich aktuell einzig auf die Iberer um Ronaldo, für den es mit 37 Jahren die letzte WM werden könnte. Entsprechend "fokussiert" gibt er sich und äußerte trotz "großen Respekts" vor den Gegnern den Anspruch auf einen "rechtmäßigen" Platz Portugals bei dem Weltevent.

Für Ronaldo und die Selecao von Trainer Fernando Santos spricht die große Erfahrung und auch die Statistik: Noch nie hat die Türkei ein Pflichtspiel gegen Portugal gewonnen. Kuntz will dies ändern, auch indem er die Passwege zum Star des Gegners zustellt. "Er ist ein absolutes Vorbild, aber er kann uns nicht alleine besiegen", sagte der Europameister von 1996, der schon mit dem Erreichen der Playoffs einen echten Erfolg verbuchen konnte.

Nun will Kuntz mehr, und auch die Italiener um Roberto Mancini dürften höchst interessiert darauf blicken, wer sich im Estadio do Dragao durchsetzt. Im "Weg" C um eines der verbliebenen drei WM-Tickets sind die Azzurri der mögliche Finalgegner. Doch zunächst muss sich der Europameister am Donnerstag parallel in Palermo gegen Nordmazedonien durchsetzen. "Wir müssen uns ganz auf den Sieg konzentrieren, über etwas anderes brauchen wir nicht zu reden", sagte Trainer Roberto Mancini. Das Drama des Verpassens der WM 2018 soll sich unter keinen Umständen wiederholen.

Alaba hat "noch keine WM gespielt"

Sogar seit 1998 ist Österreich nicht mehr bei dem größten Fußballturnier dabeigewesen - und langsam wird es eng für die "goldene Generation" um Ex-Bayern-Star David Alaba. "Ich habe noch keine WM gespielt, keiner von uns. Es ist ein Riesenziel von uns", sagte der 29-Jährige: "Da würde sicherlich auch für mich ein Traum in Erfüllung gehen."

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Zunächst muss sich das Team von Coach Franco Foda gegen Wales durchsetzen, das in Gareth Bale ebenfalls einen Topstar ohne WM-Erfahrung besitzt. Danach ist es unklar, wie es weitergeht. Das Duell der Ukraine in Schottland ist zunächst verschoben und könnte erst im Juni gespielt werden - wenn überhaupt.

Wie der Weltverband das Problem mit Blick auf die Auslosung der WM-Vorrundengruppen am Freitag der kommenden Woche (1. April) löst, ist noch nicht klar.

Quelle: ntv.de, ara/sid

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