Fußball

Dresden startet Aufholjagd Kurioser Platzverweis schockt Osnabrück

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Der Moment, der Osnabrück wohl die Punkte kostete: Philipp Kühn hält erst einen Elfmeter, um dann vom Platz zu fliegen.

(Foto: imago images/Kirchner-Media)

In der 2. Fußball-Bundesliga startet Schlusslicht Dynamo Dresden erfolgreich in die Mission Aufholjagd, im Tabellenmittelfeld rutscht alles noch etwas enger zusammen. In Osnabrück ärgern sich die Gastgeber über den wohl bittersten Platzverweis der laufenden Saison.

Holstein Kiel - SV Darmstadt 98 1:1 (1:1)

Holstein Kiel kann in der 2. Fußball-Bundesliga einfach nicht mehr gewinnen. Im ersten Einsatz nach der Winterpause kamen die Störche gegen Darmstadt 98 nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und warten seit mittlerweile vier Spielen auf einen Sieg. Der bislang letzte Dreier im eigenen Stadion gelang Ende Oktober gegen Bochum (2:1).

Stefan Thesker (30.) brachte die Kieler nach vorn, Serdar Dursun traf kurz vor der Pause für Darmstadt (45.), das auch im dritten Zweitligaspiel in Kiel keinen Sieg holte. Die Norddeutschen (24 Punkte) liegen damit weiter zwei Zähler vor den Hessen (22). Nach einer Anfangsviertelstunde ohne Höhepunkte erhöhten die Kieler den Druck und kamen zu ersten Chancen. Regisseur Jae-Sung Lee traf bei der besten Gelegenheit den Pfosten, der Nachschuss von Emmanuel Iyoha landete am Außennetz (22.). Besser machte es Thesker, der Verteidiger nickte den Ball nach einer maßgerechten Lee-Flanke ein.

Die Störche hatten weiter mehr vom Spiel, der Ausgleich fiel aus heiterem Himmel. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld schlug Dursun zu. Auch nach der Pause dominierte Kiel, agierte aber nicht zwingend genug und hatte Glück: Marvin Mehlem schoss knapp über das Tor (76.).

Dynamo Dresden - Karlsruher SC 1:0 (1:0)

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Markus Kauczinski hat Dynamo Dresden in die richtige Richtung geschickt.

(Foto: imago images/Dennis Hetzschold)

Dynamo Dresden schöpft im Kampf gegen den Abstieg neue Hoffnung. Der Tabellenletzte startete mit einem 1:0 (1:0) gegen den Karlsruher SC ins neue Jahr und feierte im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Markus Kauczinski den ersten Sieg - ausgerechnet gegen dessen Ex-Klub. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt nach dem vierten Saisonerfolg noch vier Punkte.

Die Freiburger Leihgabe Marco Terrazzino brachte die Sachsen, die zuvor fünfmal in Folge sieglos geblieben waren, in Führung (38.). 27.595 Zuschauer sahen eine schwache Partie mit wenigen Höhepunkten, die Gastgeber gingen mit mehr Aggressivität und Zweikampfstärke zu Werke.

Kauczinski hatte am 10. Dezember die Nachfolge des eine Woche zuvor entlassenen Trainers Cristian Fiel angetreten und die ersten beiden Spiele gegen den VfL Osnabrück (0:3) und den 1. FC Nürnberg (0:2) verloren. Beim KSC hatte er in verschiedenen Funktionen von 2001 bis 2016 gearbeitet.

VfL Osnabrück - SV Sandhausen 1:3 (0:1)

Der SV Sandhausen hat im ersten Spiel nach der Winterpause seine Erfolgsserie ausgebaut. Das Team von Trainer Uwe Koschinat gewann bei Aufsteiger VfL Osnabrück 3:1 (1:0), für die Sandhäuser war es bereits das neunte Spiel in Folge ohne Niederlage. Leart Paqarda erzielte per Strafstoß den Führungstreffer für die Gäste (45.+5), danach traf Kevin Behrens doppelt (60./84.). Für den zwischenzeitlichen VfL-Ausgleich sorgte Bashkim Ajdini (47.). Sandhausen steht mit 27 Punkten in der Tabelle auf Rang acht direkt vor den Osnabrückern (26).

Für die Niedersachsen war es ein Abend zum Vergessen: Nach einer Flanke von Ajdini köpfte Linksverteidiger Felix Agu bereits nach acht Minuten ins Tor, Schiedsrichter Timo Gerach entschied nach Videobeweis jedoch auf Abseits. In der Schlussphase der ersten Halbzeit verursachte VfL-Torhüter Philipp Kühn einen Foulelfmeter und sah dafür Gelb. Den anschließenden Strafstoß von Paqarada parierte der 27-Jährige, da er die Linie verlassen hatte, gab es aber Wiederholung - und Kühn sah Gelb-Rot. Gegen den eingewechselten Nils Korber behielt Paqarada vom Punkt die Nerven. Behrens machte im zweiten Durchgang den Sieg klar.

Der HSV muss nach einer alles andere als überzeugenden Vorbereitung am Donnerstag zum Abschluss des 19. Spieltages gegen den 1. FC Nürnberg (20.30 Uhr) gewinnen, um Stuttgart wieder zu überholen und den direkten Aufstiegsplatz zu verteidigen. Herbstmeister Bielefeld war bereits am Dienstag mit einem 2:0 gegen den VfL Bochum in die restliche Saison gestartet und führt die Tabelle weiter mit drei Zählern Vorsprung an. Unter Druck stehen am Donnerstag freilich auch die Franken. Nur mit einem Punkt beim HSV würden sie Abstiegsrang 17 wieder verlassen.

Quelle: ntv.de, ter/sid