Fußball

Englands Klubs verweigern sich Länderspiel-Reiseverbot für fast 60 Profis

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Klopp sagt Nein: Mohamed Salah darf nicht zur ägyptischen Auswahl reisen.

(Foto: imago images/Shutterstock)

Die Corona-Pandemie bringt neue Reiseregeln mit sich, vor allem Quarantäne-Anordnungen. Und genau diese stören die Klubs der englischen Premier League massiv - weil ihnen die Profis danach fehlen. "Widerstrebend" einigen sich die Klubs darauf, keine Spieler für UEFA und FIFA freizugeben.

Die Klubs der englischen Premier League weigern sich aufgrund der Corona-Pandemie, fast 60 Spieler für anstehende Fußball-Länderspiele abzustellen. Wie die Liga in einem Statement mitteilte, haben die Klubs "widerstrebend, aber einstimmig beschlossen", Spieler nicht freizugeben, deren Partien im nächsten Monat in Ländern "auf der Roten Liste ausgetragen werden".

Die Entscheidung betrifft laut Statement fast 60 Profis von 19 Premier-League-Klubs, die in 26 Länder der "Roten Liste" der britischen Regierung gereist wären. Diese befinden sich überwiegend in Südamerika und Afrika. Einreisende aus diesen Ländern müssen sich für zehn Tage in Hotelquarantäne begeben. Dies würde nicht nur "die Fitness der Spieler erheblich beeinträchtigen", sie würden zudem auch für zwei Ligaspiele, die dritte Runde des EFL Cups sowie für einen Spieltag eines UEFA-Wettbewerbs nicht zur Verfügung stehen.

Mit dem englischen Verband FA und mit der Regierung "wurden umfangreiche Gespräche geführt, um eine Lösung zu finden", hieß es weiter in dem Statement. Aber "aufgrund anhaltender Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit bezüglich Reiserückkehrer aus Ländern der Roten Liste wurde keine Ausnahme gewährt." Die nächsten Qualifikationsspiele zur Weltmeisterschaft in Katar finden vom 2. bis 10. September statt.

"Die Klubs der Premier League haben immer den Wunsch ihrer Spieler unterstützt, ihr Land zu vertreten - dies ist für alle Beteiligten eine Frage des Stolzes", sagte Geschäftsführer Richard Masters. Unter diesen Umständen aber es sei unzumutbar, Spieler freizugeben. Zuletzt hatte etwa Ägyptens Verband EFA bekannt gegeben, dass der von Jürgen Klopp trainierte FC Liverpool seinen Starstürmer Mohamed Salah nicht für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele der ägyptischen Nationalmannschaft freigeben wolle.

Quelle: ntv.de, tsi/sid/dpa

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