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Hoffenheim stolpert ins Viertelfinale Leverkusen gelingt Pokal-Revanche

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Calhanoglu und Spahic feiern das späte 1:0.

(Foto: imago/Revierfoto)

Ungewöhnlich schwer tut sich der Bundesliga-Vierte Leverkusen gegen den FC Kaiserslautern - erst nach 120 Minuten ist der Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals perfekt. Genauso mühsam, aber etwas effizienter, schlägt sich Hoffenheim gegen den VfR Aalen.

Bayer 04 Leverkusen ist erst im Nachsitzen die mühevolle Revanche für das Pokal-Aus in der vergangenen Saison gegen den 1. FC Kaiserslautern gelungen. Der Tabellenvierte der Fußball-Bundesliga setzte sich dank eines Traum-Freistoßtores von Hakan Calhanoglou (102. Minute) und eines Treffers des eingewechselten Stefan Kießling (113.) mit 2:0 (0:0) nach Verlängerung gegen den Dritten der zweiten Liga durch und steht nun im Viertelfinale des DFB-Pokals. Ebenfalls viel Mühe hatte 1899 Hoffenheim beim VfR Aalen. Angeführt von Kevin Volland feierte die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol beim Vorletzten der 2. Fußball-Bundesliga einen 2:0-Arbeitssieg.

Frecher Auftritt des FCK

Nachdem die Leverkusener vor einem Jahr vor eigenem Publikum mit 0:1 im Viertelfinale an den Pfälzern ebenfalls nach Verlängerung gescheitert waren, feierte der Pokalsieger von 1993 vor 26.601 Zuschauern in der BayArena den erneuten Einzug in die Runde der besten Acht. Die Gäste aus der Pfalz machten es den Leverkusenern allerdings von der ersten Minute an schwer.

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Volland bejubelt seinen Treffer zum Hoffenheimer 1:0.

(Foto: imago/Eibner)

Einen respektvollen, aber auch frechen Auftritt hatte FCK-Coach Kosta Runjaic angekündigt. Vor allem ein sehr disziplinierter wurde es. Kompakt zogen sich die zweikampfstarken Gäste zunächst hinter die Mittellinie zurück und hofften auf Möglichkeiten durch Konter. Damit kamen die Leverkusener nicht gut zurecht. Nach dem überzeugenden 1:0 in der vergangenen Woche in der Champions League gegen Atlético Madrid und dem 1:0 am Samstag gegen den SC Freiburg wirkte das Team von Trainer Roger Schmidt zudem müde. Torgelegenheiten hatten Seltenheitswert, ebenso die schnellen Direktkombinationen, die die Werksmannschaft sonst auszeichnen.

Wie beim Pokal-Aus der Leverkusener vor einem Jahr mussten beide Teams in die Verlängerung, in der Bellarabi mit einem brachialen Lattenschuss Pech hatte (98.). Genauer zielte Standardspezialist Calhanoglu mit seinem entscheidenden Freistoß aus über 20 Metern über die FCK-Mauer hinweg. Kießling nutzte dann ein Missverständnis von FCK-Torwart Müller und Verteidiger Willi Orban zum zweiten Tor.

Bissige Aalener ärgern Hoffenheim

In Aalen erzielten vor 8252 Zuschauern Eugen Polanski (16. Minute) und Kevin Volland (56.) die Treffer für Hoffenheim, das aber nur selten einen Klassenunterschied aufzeigen konnte. Den Hoffenheimern genügte eine der seltenen gelungenen Kombinationen, um für die standesgemäße Führung zu sorgen. Nach einem Warnschuss von Fabio Kaufmann auf der Gegenseite (12.) jagte Polanski nach gut einer Viertelstunde einen Rückpass von Volland wuchtig zum verdienten 0:1 ins Aalener Tor. Danach ruhte sich der Bundesligist allerdings allzu sehr auf seiner Führung aus, verschleppte das Tempo und baute den Gegner damit auf.

Gegen Phil Ofosu-Ayeh musste 1899-Keeper Jens Grahl, der von Coach Markus Gisdol den Vorzug vor Oliver Baumann erhalten hatte, erstmals eingreifen (35.). Sekunden später bewahrte die Latte den Bundesligisten bei einem Schuss von Andreas Hofmann vor dem drohenden Ausgleich.

Mit Schwung und Biss startete der Zweitligist in die zweiten 45 Minuten, doch mit dem zweiten Treffer raubte Hoffenheim den Aalenern den Elan schnell wieder. Volland schlenzte den Ball nach Querpass von Sven Schipplock aus spitzem Winkel an VfR-Torhüter Daniel Bernhardt vorbei zur Vorentscheidung ins Netz. Ansonsten konnte sich Schipplock, in dieser Saison mit sechs Treffern erfolgreichster 1899-Torschütze im Pokal, gegen seine Widersacher Oliver Barth und Sascha Mockenhaupt kaum durchsetzen. Nach dem 0:2 verflachte die Partie, die Hoffenheimer Fans sangen sich derweil bereits für das Bundesliga-Spiel am Samstag beim FC Schalke 04 warm.

Quelle: n-tv.de, jve/dpa

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