Fußball

Neuer Leak, Empörung, Klage? Lionel Messi sorgt bei Barcelona für frische Unruhe

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Lionel Messi bei einem seinem letzten Auftritt für Barcelona im Mai 2021.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Lionel Messi ist schon lange nicht mehr Spieler von Barcelona. Sein letzter Auftritt im Dress der Katalanen liegt 16 Monate zurück. Doch die Vereinslegende sorgt jetzt für neue Unruhe. Ein Zeitungsbericht über gescheiterte Vertragsverhandlungen im Sommer 2020 lässt einen empörten Klub zurück.

Lionel Messi schreibt auch als Spieler von Paris St. Germain weiter Schlagzeilen beim FC Barcelona. Ein vermeintliches Leak sorgt nun für einen nächsten Eklat. Der katalanische Gigant droht der Zeitung "El Mundo" mit einer Klage. Die hatte am Mittwoch zahlreiche Details über die gescheiterten Vertragsverhandlungen im Sommer 2020 veröffentlicht.

Ein Jahr später hatte der Argentinier unter Tränen seinen Abschied vom FC Barcelona verkündet. Schulden in Höhe von 1,35 Milliarden Euro hatten eine Verlängerung des auslaufenden Vertrags unmöglich gemacht. Allein in der Corona-Saison 2020/2021 hatte der Klub 481 Millionen Euro neue Verluste angehäuft.

Obwohl sich Messi und der damals neue Präsident des Vereins, Joan Laporta, auf einen neuen Vertrag mit einem Gehalt von in etwa 35 Millionen Euro statt vorher 70 Millionen Euro geeinigt hatten, konnte sich das in schweren Gewässern schippernde Schwergewicht des Weltfußballs den größten Star der vergangenen Jahrzehnte nicht mehr leisten. Es war ihnen unmöglich, den Spieler bei der Liga zu registrieren.

Ein Jahr vorher, im Sommer 2020, wäre dies wohl noch möglich gewesen. Doch die erstaunlichen Forderungen des Argentiniers sollen zum Scheitern der Verhandlungen geführt haben, berichtete "El Mundo" am Mittwoch und machte Barcelona damit ganz verrückt.

Barcelona kann es nicht glauben

Die aufgelisteten Forderungen waren mächtig. So soll Messi unter anderem eine symbolische Ausstiegsklausel von 10.000 Euro, ein Handgeld von zehn Millionen Euro, private Logen im Camp Nou für seine Familie und die seines Freundes und damaligen Teamkollegen Luis Suárez, Garantien für die Rückzahlung aufgeschobener Gehälter sowie rückwirkende Provisionszahlungen an seinen Bruder Rodrigo für dessen Arbeit als Berater gefordert haben. Er hoffte auf einen neuen Vertrag bis 2023 mit einer Option für eine weitere Saison.

In einem von Barcelona veröffentlichten Statement zeigte sich der Verein über das "absichtliche Durchsickern von Informationen, die Teil eines juristischen Prozesses sind" ziemlich empört. "Der Verein bedauert, dass sich das betreffende Medium damit brüstet, 'Zugang zu einer großen Anzahl von Dokumenten und E-Mails zu haben, die Teil der Barçagate-Untersuchung sind', obwohl diese Unterlagen noch nicht an die Parteien weitergegeben wurden."

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Bei Barçagate handelt es sich um eine bereits Jahren laufende Untersuchung, die mit vielen Dingen zu tun hat, unter anderem mit dem damaligen Präsidenten Josep Maria Bartomeu, jedoch nicht mit Lionel Messi oder seinen Verträgen. Jedoch waren Mails, die Verlängerung betreffend, Beifang und wurden von der Polizei beschlagnahmt, während sie im Fall Barçagate ermittelte. Diese Mails landeten dann bei "El Mundo".

Der Zeitung drohen nun rechtliche Schritte seitens des Superklubs. Die Veröffentlichung der Dokumente sei "ein Affront gegen den Ruf des Vereins", teilte der FC Barcelona mit und fügte hinzu, dass die Rechtsabteilung juristische Schritte überprüfe. Und Messi? Der erzielte am Wochenende seinen sechsten Saisontreffer beim 1:0 von Paris St. Germain bei Olympique Lyon. Dazu kommen acht weitere Assists. Er ist längst größer als jeder Vertrag, den er je unterzeichnete.

Quelle: ntv.de, sue

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