Fußball

Bundestrainer erklärt Rücktritt Löw hat keine neuen Impulse und Ideen mehr

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Joachim Löw erklärte seinen Rücktritt.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw erklärt, dass er über sein vorzeitiges Ende beim DFB nach der EM 2021 schon im vergangenen Jahr nachgedacht und die Entscheidung vor einigen Wochen getroffen habe. Löw begründet seinen Rücktritt nun damit, dass ein neuer Trainer die Mannschaft nur so gut auf die EM 2024 in Deutschland vorbereiten könne.

Bundestrainer Joachim Löw will mit seinem Rücktritt nach der Europameisterschaft rechtzeitig den Weg frei machen für einen Nachfolger beim EM-Heimturnier 2024. Dieser solle genügend Zeit haben, seine Spielidee mit der Nationalmannschaft zu entwickeln. Es bräuchte neue Energie, Reize und Impulse im DFB-Team mit vielen jungen Fußballern, die "ihren Zenit etwa 2024 haben werden", sagte Löw bei einer digitalen Pressekonferenz in Frankfurt. Er selbst sehe sich da nicht mehr in der Rolle als Spielleiter und Impulsgeber, "wenn man von Erneuerungen und Energie spricht". Das Turnier müsse "zu einer Explosion führen, wie damals 2006" und könne im ganzen Land viel "erzeugen und bewegen."

Für den neuen Bundestrainer oder die neue Bundestrainerin (DFB-Direktor Oliver Bierhoff antwortete auf eine Frage nach einer Nachfolgerin, dass er nichts ausschließe) habe nur mit einem "Zeitraum von drei Jahren bis zum Turnier im eigenen Land" die notwendige Zeit, erklärte Löw, denn eine "Mannschaft braucht Zeit, Raum und Entwicklung" und "ein Trainer braucht Zeit, um seine Idee durchzusetzen".

"Den Stab weitergeben"

Löw sagte, er habe die Entscheidung seines Rücktritts vor "zwei bis drei Wochen" getroffen, daraufhin mit Bierhoff gesprochen und sei dann auf DFB-Präsident Fritz Keller zugegangen. Das 0:6-Debakel gegen Spanien im November sei hingegen kein Grund für seine Abschiedsankündigung gewesen. "Im letzten Jahr, schon unabhängig von dem Spanien-Spiel, in der Zeit der Pandemie hatte man Zeit zum Nachdenken", sagte Löw. Er sei zu dem Schluss gekommen, dass "für mich persönlich, jetzt nach dem Sommer und der EM der richtige Zeitpunkt ist, den Stab weiterzugeben", erklärte der 61-Jährige.

"Ich habe immer gesagt, die Mannschaft braucht Zeit und Raum. Das soll nicht daran scheitern, dass der Trainer auf seinem Stuhl klebt", verteidigte Löw abermals den von ihm 2019 eingeleiteten Umbruch. Der Bundestrainer hatte am Dienstag nach 15 Jahren seinen Rücktritt nach der EM 2021 erklärt. Präsident Keller soll Löw schon im Dezember zu diesem Schritt aufgefordert haben, Löw soll damals vehement und pikiert abgelehnt haben.

Keller sagte auf der digitalen PK, er verspreche sich von Löws Entscheidung "einen neuen Kick für die Spieler", weil sie Löw bei der EM noch ein "Geschenk" machen wollten. Der Bundestrainer sagte, er glaub nicht an diesen extra "Kick", aber nun würde er seine "volle Konzentration" auf die kommenden Länderspiele richten.

Quelle: ntv.de

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