Fußball

Uth und übliche Verdächtige Löw wappnet sich für den Abstiegskampf

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Demnächst in Amsterdam und Paris: Joachim Löw.

(Foto: imago/Sportfoto Rudel)

Ohne den verletzten Ilkay Gündogan geht das DFB-Team die Partien in der Nations League gegen die Niederlande und Frankreich an. Erstmals dabei ist Mark Uth. Der hat zwar für Schalke noch kein Tor geschossen, der Bundestrainer will ihn aber kennenlernen.

Mit Mark Uth als einzigem neuen Spieler geht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in die Nations-League-Partien gegen die Niederlande und Weltmeister Frankreich. Bundestrainer Joachim Löw berief den 27 Jahre alten Schalker Stürmer überraschend in sein 23-köpfiges Aufgebot für die Begegnungen am 13. Oktober in Amsterdam und drei Tage später in Paris.

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Uth war im Sommer von der TSG Hoffenheim nach Gelsenkirchen gewechselt und hat für seine neue Mannschaft in neun Spielen noch kein Tor geschossen. Der Bundestrainer aber sagte: "Wir haben Mark Uth schon länger beobachtet. Er ist dynamisch, schnell und strahlt immer eine gewisse Torgefahr aus. Nun wollen wir ihn gerne besser kennenlernen." Thilo Kehrer von Paris Saint-Germain, der Hoffenheimer Nico Schulz und Kai Havertz von Bayer 04 Leverkusen, die am 9. September in Sinsheim beim 2:1 im Testspiel gegen Peru debütierten, sind erneut dabei. Es fehlen die verletzten Ilkay Gündogan von Manchester City und Nils Petersen vom SC Freiburg.

Die DFB-Elf muss nach dem 0:0 gegen Frankreich am 6. September in München zum Auftakt der neuen Nations League nun zumindest ein Spiel gewinnen. Nur der Sieger der Dreiergruppe qualifiziert sich für das Finalturnier im Juni 2019, der Drittplatzierte steigt aus der Liga A in die Liga B ab. "Vor uns liegen zwei wichtige Spiele, die wir sehr ernst nehmen. Die Ergebnisse sind richtungweisend für das Abschneiden in unserer Nations-League-Gruppe. Sowohl gegen die Niederlande als auch gegen Weltmeister Frankreich geht es zudem immer auch um viel Prestige", sagte Löw.

"Häufiger Türen und Tore aufmachen"

Torhüter Kevin Trapp von Eintracht Frankfurt, der Schalker Sebastian Rudy und Jonas Hector vom Zweitligisten 1. FC Köln, die beim Saisonstart mit dem 0:0 gegen Frankreich und dem 2:1 gegen Peru gefehlt hatten, kehren zurück. Damit sind 18 Spieler dabei, die im Sommer beim historischen WM-Vorrunden-Aus im Kader standen. Löw trifft sich am kommenden Dienstag in Berlin mit seinem Team. Dort lädt der DFB an diesem 9. Oktober zu einem öffentlichen Training ein. Die Übungseinheit findet von 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr im "Stadion auf dem Wurfplatz" nahe des Berliner Olympiastadions statt.

Manager Oliver Bierhoff und der Bundestrainer lösen damit das nach dem WM-Desaster in Russland gegebene Versprechen ein, die Nationalelf im Trainingsalltag wieder etwas zugänglicher für die Anhänger zu machen. "Das Ziel ist klar: Nähe aufbauen", hatte Bierhoff als Konsequenz seiner WM-Analyse erklärt. Man wolle wieder "häufiger Türen und Tore aufmachen", versprach der 50-Jährige. In Berlin soll der Anfang gemacht werden, nachdem es bei den ersten Länderspielen nach der Weltmeisterschaft im September in München und Sinsheim wieder nur geschlossene Trainingseinheiten gegeben hatte. In Berlin ist allerdings kein Show-Training geplant, sondern es soll eine ganz normale sportliche Einheit werden.

Quelle: n-tv.de, sgi/dpa/sid

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