Fußball

Spektakulärer Abschied in Neapel "Maradona anstelle des Heiligen Paulus"

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Maradona überragte alles.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Seit Diego Maradonas Tod trauert die Stadt Neapel. Die SSC, der Ex-Verein des Argentiniers, verabschiedet sich nun auf spektakuläre Art und Weise von ihrem Idol. Die italienische Presse wittert "Maradona allgegenwärtig im Stadion" beim Sieg über die AS Rom und schreibt: "Diego erleuchtet Neapel".

Die Gala-Vorstellung der SSC Neapel in der italienischen Serie A gegen die AS Rom (4:0) in den Diego-Maradona-Sondertrikots begeisterte die italienischen Gazetten. "Im Namen Maradonas: Mit dem 'argentinischen' Trikot tanzt Napoli einen Tango und beschert der Vesuvstadt eine Riesenfreude nach den Trauertagen um Maradona. Maradona ist allgegenwärtig im Stadion, das seinen Namen anstelle des Heiligen Paulus tragen soll", kommentierte die "Gazzetta dello Sport".

Der "Corriere dello Sport" ergänzte: "Diego erleuchtet Neapel, während die energielosen Römer zusammenbrechen. Der Abend ist ganz Maradona gewidmet, der die Neapolitaner beflügelt." "La Repubblica" kommentierte: "Ein Neapel im Maradona-Trikot fegt AS Rom weg. Der Maradona Tag des italienischen Fußballs offenbart ein glänzendes Neapel, das weiterhin um seine Legende Maradona trauert."

"Wir haben unser Idol verloren"

Napoli-Kapitän Lorenzo Insigne hatte ein Tor zu Maradonas Ehren versprochen. "Diese schmerzhaften Tage haben uns angespornt, das Beste zu leisten. Wir haben unser Idol verloren, und das schmerzt ganz besonders. Daher ist dieser Sieg besonders wichtig, den wir Maradona widmen wollen", so der 29 Jahre alte Stürmer. In der 30. Minute traf er zum 1:0, es folgten weitere Treffer durch Fabian (64.), Dries Mertens (81.) und Matteo Politano (86.).

Insigne hatte vor dem Anpfiff des Duells mit Rom am Hauptportal des heimischen San-Paolo-Stadions, das in Kürze nach dem berühmtesten Spieler des Klubs benannt werden soll, einen Blumenkranz vor einem großen Bild Maradonas niedergelegt. Auf seiner Spielführerbinde stand "Adios 10" in Erinnerung an Maradonas Rückennummer, an die auch die Unterbrechung in der zehnten Spielminute mit langem Applaus von allen Spieler und Delegationsmitgliedern beider Teams eine Referenz bedeuten sollte. Vor Anpfiff hatten beide Mannschaften mit einer Schweigeminute Maradonas gedacht.

Quelle: ntv.de, dbe/sid