Fußball

Mega-Party wohl weiter geplant Neymar will's Silvester richtig krachen lassen

imago0049557887h.jpg

Neymar plant eine riesige Silvester-Party trotz Corona-Krise.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Ungeachtet der Corona-Pandemie plant Superstar Neymar in Brasilien wohl weiter seine glamouröse Silvesterparty. Nur die Anzahl der Gäste scheint wohl noch unklar. Den Behörden fehlt die Manpower, um einzugreifen - und Neymar bändelt mit dem rechtspopulistischen Präsidenten Bolsonaro an.

Am Hangar für die privaten Mini-Jets und Hubschrauber wird noch gearbeitet, die Lärmschutzwände zur Besänftigung der ruhebedürftigen Nachbarn sind schon installiert. Denn Brasiliens Superstar Neymar will es zu Silvester richtig krachen lassen. Corona-Krise? Welche Corona-Krise?

Dass auf dem 10.000 Quadratmeter großen Anwesen im noblen Küstenort Magaratiba der Jahreswechsel ausgiebig gefeiert werden wird, ist unstrittig. Aber kommen 500 Gäste? 150? Oder nur der Familienclan samt Physiotherapeut, wie die Anwälte des 28 Jahre alten Stürmerstars auf AFP-Anfrage mitteilten.

Handys jedenfalls, so berichten brasilianische Medien übereinstimmend, muss das Partyvolk am Eingang abgeben, man möchte keine Videos und Fotos im Netz. Zwar sind private Feten im Bundesstaat Rio de Janeiro nicht grundsätzlich verboten, doch die üblichen Abstandsregeln gelten selbstverständlich auch in Brasilien. Und eine unangemeldete Kontrolle muss Neymar scheinbar nicht fürchten. Auch seine Gäste dürften ungestört den großzügigen Pool, mehrere Saunen und diverse andere Annehmlichkeiten genießen können. "Es fehlt uns an der Manpower, jede einzelne Feier zu überprüfen", heißt es in einem offiziellen Statement der lokalen Behörden.

Neymar an der Seite von Bolsonaro

Dabei ist das größte südamerikanische Land von der Pandemie so schwer betroffen wie kaum ein anderer Staat. Fast 193.000 Menschen sind an oder mit dem Coronavirus gestorben, die Zahl der Infizierten liegt bei 723.000. Die Sorglosigkeit, vielleicht sogar Ignoranz des beim französischen Meister Paris St. Germain unter Vertrag stehenden Neymar ist vielen seiner Landsleute mehr und mehr ein Dorn im Auge. Immer öfter wurde der Kicker zuletzt auch an der Seite von Staatspräsident Jair Bolsonaro gesehen.

Der Rechtspopulist spielt die Corona-Gefahr immer wieder herunter, obwohl er im Juli selbst an Covid-19 erkrankt war. Auch gegen Impfungen sprach sich der 65-Jährige explizit aus. Dass der kapriziöse Star einen derart ausgiebigen Heimaturlaub verbringen kann, hat er einer Verstauchung seines linken Knöchels zu "verdanken". Neymar zog sich diese Verletzung am 13. Dezember bei der 0:1-Heimniederlage des Titelverteidigers gegen Olympique Lyon zu und ist seither im Krankenstand.

Dreimal ging der Champions-League-Finalist somit ohne ihn auf den Platz. Angepeilt ist ein Comeback am 6. Januar gegen AS St. Etienne, falls "Feierbiest" Neymar dann schon wieder einen klaren Kopf hat - und auch rechtzeitig zurück in Frankreich ist.

Quelle: ntv.de, dbe/sid