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Notfall: Große Sorge um Fan1. FC Köln erholt sich von Blitz-Doppelpack erstaunlich schnell

05.04.2026, 19:59 Uhr
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Der 1. FC Köln verdiente sich einen Punkt bei Eintracht Frankfurt. (Foto: IMAGO/Jan Huebner)

Beim Bundesliga-Debüt von René Wagner als Coach des 1. FC Köln zeigen die Rheinländer Moral. Im Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt kommen sie nach einem 0:2 zurück. Ein Notfall auf den Tribünen überschattet das Spiel.

René Wagner ballte die Fäuste, dann verteilte der Interimstrainer des 1. FC Köln innige Umarmungen an seine Spieler. Zwar verpasste der abstiegsbedrohte FC im ersten Spiel unter dem Nachfolger von Lukas Kwasniok den ersehnten Sieg, beim 2:2 (0:0) beim Europapokalaspiranten Eintracht Frankfurt bewiesen die Kölner nach einem 0:2-Rückstand aber große Moral.

Jakub Kaminski (70.) und Alessio Castro-Montes (83.) sicherten dem FC einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. "Es war ein Auf und Ab. Das 2:2 ist super für uns", sagte Wagner nach dem Spiel bei DAZN. Nicht nur beim Coach war die Stimmung gelöst. "Auswärts den Punkt mitzunehmen, ist das, was wir uns als Minimum vorgenommen haben", sagte Torhüter Marvin Schwäbe: "Das spricht für die Mannschaft, dass wir daran glauben, egal wie hoch der Rückstand ist." Torschütze Kaminski richtete ein "Chapeau" an die Mannschaft.

Jonathan Burkardt (66.) und Arnaud Kalimuendo (69.) hatten Frankfurt in Führung gebracht, doch der FC kämpfte sich nach dem Doppelschlag zurück. Auch wenn unter Wagner, der kurz vor der Länderspielpause das Traineramt übernommen hatte, im achten Spiel nacheinander kein Sieg heraussprang, besitzt das Remis im Abstiegskampf großen Wert. Mit 27 Punkten liegt Köln als 15. sechs Zähler vor dem VfL Wolfsburg auf dem direkten Abstiegsplatz. Zwei Punkte sind es zum FC St. Pauli auf dem Relegationsplatz. Die Eintracht von Cheftrainer Albert Riera liegt weiter auf Tabellenplatz sieben, zwei Punkte vor Verfolger SC Freiburg. 

El Mala spielt natürlich

Wagner spürte vor seiner Premiere am Ostersonntag vor allem "Vorfreude", wie er bei DAZN sagte: "Die Jungs sind heiß. Viel braucht es nicht mehr von mir, vielleicht einen kleinen Schubser." Er setzte wie angekündigt von Beginn an auf Jungstar Said El Mala, der FC täte sich "keinen Gefallen", den U21-Nationalspieler aktuell nicht aufzustellen, hatte Wagner gesagt. 

Die Kölner verpassten nur ganz knapp den Traumstart. Bei einer Anstoßvariante rückten die Frankfurter Verteidiger für einen langen Ball in die Offensive - und Köln konterte. Den Schuss von Kamiński ließ Keeper Michael Zetterer nach vorne abprallen, schmiss sich dann aber stark in den Nachschuss von Ragnar Ache (1.) und verhinderte den Rückstand. 

Wachgerüttelt durch die Chance übernahm die Eintracht, bei der 2014er-Weltmeister Mario Götze nach seiner Vertragsverlängerung unter der Woche zunächst auf der Bank saß, die Kontrolle. Ansgar Knauff setzte sich nach starkem Zuspiel von Hugo Larsson im Zweikampf durch, schoss aber knapp vorbei (24.). Auch der auffällige Kalimuendo, der nach einem langen Ball von Oscar Höjlund frei durch war, zielte nicht genau genug. 

Kölns Aufwand wird belohnt

Die Kölner kamen selten zur Entlastung, entfachten wenn dann aber größere Gefahr als die Gastgeber. Abschlüsse wie der Schlenzer von El Mala (26.) blieben dennoch Ausnahmen. Beim zweiten starken Konter des FC versprang Kamiński im letzten Moment der Ball, Zetterer warf sich erneut dazwischen (41.).

Frankfurt tat sich trotz deutlich mehr Spielkontrolle schwer, wirklich gefährlich zu werden. Es musste eine Einzelaktion helfen. Der eingewechselte Farès Chaibi setzte zum Sololauf an und fand in der Mitte Burkardt, der aus kurzer Distanz einschob. Wenige Minuten später zog Kalimuendo aus dem Hintergrund ab und erhöhte, genau im Gegenzug traf aber auch Kamiński. Castro-Montes belohnte die Gäste für den großen Aufwand.

Überschattet wurde die Partie von einem medizinischen Notfall auf der Haupttribüne. Wie die Frankfurter kurz nach dem Spiel mitteilten, sei ein Zuschauer "umgehend versorgt und in eine Klinik gebracht" worden: "Der Zustand wird derzeit als kritisch eingeschätzt. Unsere Gedanken sind bei dem Betroffenen und seinen Angehörigen." Mehrere Sanitäter kümmerten sich umgehend um die Person. Beide Fanlager stellten nach dem Notfall ihre Unterstützung zwischenzeitlich ein.

Quelle: ntv.de, tno/sid

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