Fußball

St. Pauli dominiert erfolglos Nürnberg tauscht Serie gegen Rekord

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Die Sportsfreunde Frey (l.) und Dorsch (r.) trafen sich auf einen gepflegten Kick in Heidenheim.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der 22. Spieltag der 2. Bundesliga beginnt mit vier Toren - aber ohne Sieger. St. Pauli muss sich grämen, gegen harmlose Dresdner nur ein mageres Pünktchen im Elbeduell ergattert zu haben. Nürnberg kann seine kleine Serie zwar nicht ausbauen. Dennoch reicht es für einen kleinen Eintrag in der Vereinschronik.

FC St. Pauli - Dynamo Dresden 0:0

Der FC St. Pauli und Dynamo Dresden haben im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga die Chance zum Befreiungsschlag verpasst. Die beiden Mannschaften trennten sich im Kellerduell am 0:0. Ein Remis, das weder den Hamburgern noch dem Tabellenletzten aus Dresden weiterhilft. Vor allem die Gastgeber mussten sich über das Unentschieden ärgern, nachdem sie besonders in der ersten Halbzeit das Gäste-Team ihres Ex-Trainers Markus Kauczinski phasenweise dominiert hatten.

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"Ich bin rumgerannt, zu viel rumgerannt, zu viel rumgerannt, ist doch nichts passiert", sagen dereinst Pankow. Ging Veermann von St. Pauli beim 0:0 auch so.

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Vor 28.980 Zuschauern machte der FC St. Pauli von Beginn an Druck. Beinahe die gesamte erste Halbzeit ging es in Richtung des Dresdner Torwarts Kevin Broll. Fast ein Dutzend mehr oder weniger klare Torchancen vergaben die Hamburger bisweilen leichtfertig. Allein der auffällige Viktor Gyökeres prüfte Broll (9., 25., 28., 35.) gleich vier Mal. Die beste Möglichkeit hatte Ryo Miyaichi (15.). Dessen Schuss lenkte der Dynamo-Keeper noch an den Pfosten. Ein Offensivspiel der Gäste aus Sachsen fand so gut wie gar nicht statt.

Auch nach dem Wechsel waren die Hanseaten überlegen, aber lange nicht mehr so zwingend wie vor der Pause. Zu selten gelang es ihnen, aussichtsreich in den Dynamo-Strafraum zu kommen. Die Dresdner bemühten sich nun mehr um das Spiel nach vorn, blieben zumeist viel zu harmlos. Kurz vor dem Ende hatte der FC St. Pauli noch Glück: Nach Videobeweis nahm Schiedsrichter Daniel Schlager (Hügelsheim) seine Foulelfmeter-Entscheidung zurück. Kurz vor dem Abpfiff hatten die Hamburger dann Pech bei zwei Pfostenschüssen.

1. FC Heidenheim - 1. FC Nürnberg 2:2 (1:1)

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Was gelang niemandem? Heidenheim-Übungsleiter Schmidt weiß es: Drei Punkte.

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Trotz des schnellsten Treffers in seiner Zweitliga-Geschichte hat der 1. FC Nürnberg den dritten Sieg in Serie verpasst. Die über weite Strecken überlegenen Franken kamen nicht über ein 2:2 (1:1) beim 1. FC Heidenheim hinaus. Nikola Dovedan hatte den Club bereits nach 57 Sekunden in Führung geschossen, Hanno Behrens (62.) legte zum zwischenzeitlichen 2:1 nach. Aber Heidenheims Tim Kleindienst (45./83.) gelang zweimal der Ausgleich. FCN-Trainer Jens Keller muss damit weiter auf seinen ersten Pflichtspielsieg gegen Heidenheim warten.

Die Nürnberger waren zwar das bessere Team, aber die wenigen Unaufmerksamkeiten nutzten die Gastgeber eiskalt aus. Nach dem 1:0 durch einen Dovedan-Schlenzer hatte der Club fast alles im Griff, ließ Kleindienst aber kurz vor der Pause nach einer Flanke von FCH-Kapitän Marc Schnatterer entwischen. Trotzdem waren die Gäste auch nach dem Seitenwechsel überlegen und gingen erneut durch Behrens in Führung, der nach einem schnellen Konter Heidenheims Torhüter Kevin Müller tunnelte. Aber wieder schlug Kleindienst zurück, weil er nach einem Eckball frei stand und aus kurzer Distanz volley zum Endstand traf.

Ungeachtet einer schwierigen Trainingswoche wegen Orkantief "Sabine" will der Hamburger SV im Nordderby am Samstag (13.00 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) bei Hannover 96 einen Vereinsrekord egalisieren. Vier Siege in den ersten vier Spielen eines Kalenderjahres gelangen den Hanseaten im Profibereich zuletzt vor 52 Jahren.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa