Fußball

Bei Tuchel kein Stammspieler PSG verdankt Draxler den ersten Sieg

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Seine Kollegen danken Draxler für sein spätes Tor.

(Foto: dpa)

Ausgerechnet Julian Draxler: Der vom Bundestrainer bereits angezählte Nationalspieler rettet seinem Klub Paris St. Germain den ersten Sieg der Saison. Gegen den FC Metz darf Superstar Neymar nicht mitspielen, die Liga sperrte ihn wegen seiner Attacke in der Partie gegen Olympique Marseille.

Fußball-Nationalspieler Julian Draxler hat den französischen Meister Paris St. Germain zum ersten Saisonsieg geführt. Im Nachholspiel vom ersten Spieltag gegen den FC Metz gewannen die Pariser 1:0 (0:0) und holten damit ihre ersten Punkte der Spielzeit. Draxlers Siegtor per Kopf fiel erst in der Nachspielzeit (90.+3).

In den ersten beiden Saisonspielen hatte PSG beim FC Lens und gegen Olympique Marseille verloren. PSG tat sich nach dem Skandalspiel gegen Marseille (0:1) am Sonntag, bei dem insgesamt fünf Spieler den Platz verlassen mussten, extrem schwer. Zwar kontrollierte Paris die Partie von Beginn an, kam aber vor der Pause zu keiner richtigen Gelegenheit. Erst nach dem Platzverweis des Ex-BVB-Profis Abdou Diallo wegen wiederholtem Foulspiel (65.) agierte PSG entschlossener und kam zu mehreren hochkarätigen Torchancen, ehe Draxler per Kopfball für den Sieg sorgte.

"Diese Mannschaft hat einmal mehr gezeigt, dass sie einen außergewöhnlichen Geist hat. Darauf bin ich sehr stolz", sagte PSG-Trainer Thomas Tuchel, dessen Team ab der 86. Minute gar zu neunt agierte, nachdem der frühere Bayern-Spieler Juan Bernat wegen einer Knieverletzung rausmusste. "Ich bin sehr traurig, ich erwarte eine schwere Verletzung", erklärte der frühere BVB-Trainer.

Für den deutschen Nationalspieler war es das erste Tor in der Liga seit fast zwei Jahren. Bei Tuchel ist er kein Stammspieler, deswegen hatte ihm Bundestrainer Joachim Löw im Rahmen der Nations-League-Spiele gegen Spanien und die Schweiz einen Vereinswechsel nahegelegt. Nun gegen Metz durfte er allerdings für 90 Minuten ran. Zuvor hatte er in der Partie gegen Marseille nur für 29 Minuten gespielt.

Sperre für Neymar

Trainer Thomas Tuchel musste gegen Metz kurzfristig auf Nationalspieler Thilo Kehrer verzichten, der über Adduktorenprobleme klagte. Zudem stand der gesperrte Superstar Neymar nicht zur Verfügung. Am Mittwochabend hatte die Liga bekannt gegeben, dass der Brasilianer für zwei Spiele gesperrt wurde.

Neymar hatte bei der Niederlage gegen Marseille seinem Gegenspieler Alvaro Gonzalez gegen den Hinterkopf geschlagen und dafür Rot gesehen. Später schrieb der Südamerikaner bei Twitter, dass ihn Gonzalez rassistisch beleidigt habe. Gonzalez und auch Marseilles Trainer André Villas-Boas hatten die Vorwürfe nach dem Spiel zurückgewiesen. Neben der Sperre gab die Liga bekannt, dass eine Untersuchung eingeleitet wurde, um die Rassismus-Vorwürfe gegen den OM-Spieler näher zu überprüfen.

Quelle: ntv.de, ara/sid