Fußball

+ Fußball, Transfers, Gerüchte + Premiere-League spielt La Marseillaise

55778050(1).jpg

Premier-Leaugue Chef Scudamore bestätigt: Vor allen zehn Spielen der Gußball-Liga wird die französische Nationalhymne gespielt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Rauball bittet darum, auf die ohnehin verbotene Pyrotechnik zu verzichten. Schalkes Clemens Tönnies fordert den Einsatz von Körperscannern. Und Dortmunds Thomas Tuchel hat mehr Fragen als Antworten. In England wird die La Marseillaise gespielt.

Die englische Premier League will der Opfer der Terroranschläge von Paris mit einer besonderen Geste gedenken. Vor allen zehn Partien der Fußball-Liga wird am Wochenende die französische Nationalhymne gespielt. "Wenn man bedenkt, wie lange die enge Zusammenarbeit zwischen der Premier League und Frankreich besteht, ist die La Marseillaise als ein Akt der Solidarität und Erinnerung das richtige Zeichen", erklärte Ligachef Richard Scudamore und bestätigte einen Bericht der "Sun".

In der Premier League stehen 72 französische Profis unter Vertrag, nur England stellt mehr Spieler in der heimischen Liga. Die französische Hymne wurde als Solidaritäts-Geste bereits vor dem Länderspiel zwischen England und Frankreich am Dienstag von allen Fans und Spielern im Londoner Wembleystadion gesungen. (jki)

---------------------------------------

Tuchel: "Es gibt tausend wichtigere Dinge"

62800920.jpg

"Es wird einem brutal vor Augen geführt, dass es immer tausend wichtigere Dinge auf der Welt als eine Videoanalyse gibt.": Thomas Tuchel.

(Foto: picture alliance / dpa)

Thomas Tuchel, Trainer der Dortmunder Borussia, hat angesichts der Terroranschläge von Paris und der Absage des Länderspiels zwischen Deutschland und den Niederlanden die Bedeutung des Fußballs relativiert. "Ich habe kein mulmiges Gefühl, zu spielen", sagte der 42-Jährige vor der Partie am Freitag (20.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) beim Hamburger SV. "Aber es ist ein bisschen komisch, über Positionen auf dem Feld in der Videoanalyse zu sprechen. Es wird einem brutal vor Augen geführt, dass es immer tausend wichtigere Dinge auf der Welt als eine Videoanalyse gibt."

Tuchel wies auf ein verändertes Bewusstsein hin, das die Vorfälle in den vergangenen Tagen bei ihm ausgelöst hätten. "Es ist plötzlich eine Nähe und ein Bezug durch die Nationalspieler zu spüren", sagte er zu den Tragödien, die er bisher vor allem aus dem Nahen oder Mittleren Osten gekannt habe. Direkte Betroffene von den Vorfällen in Paris und Hannover waren bei den Dortmunder die Nationalspieler Mats Hummels, Ilkay Gündogan und Matthias Ginter. Zu Gesprächen mit dem Trio meinte Tuchel: "Wir sind dabei und werden natürlich nachhören. Aber ich habe da mehr Fragen als Antworten. Deshalb will ich meinen Spielern auch keine Ratschläge geben, sondern nur zuhören." (sgi)

---------------------------------------

Tönnies will die Körper scannen

imago21081244h (1).jpg

"Auch alle Fans sind nun gefordert": Clemens Tönnies.

(Foto: imago/Team 2)

Clemens Tönnies, Aufsichtsratschef des FC Schalke 04, fordert als Konsequenz aus den Terror-Anschlägen von Paris den Einsatz von Körperscannern bei den Einlasskontrollen in Stadien. "Die Einlasskontrollen an den Stadien müssen weiter intensiviert, mit Durchgangs-Scannern optimiert werden", sagte der Unternehmer der "Bild"-Zeitung. Durchgangs-Scanner, die einem Türrahmen gleichen, sind zum Beispiel an Flughäfen und in Justizgebäuden seit Jahren Hilfsmittel bei den Sicherheitskontrollen. Auch Wolfgang Holzhäuser, ehemaliger Geschäftsführer von Bayer Leverkusen, plädiert für Körperscanner. Sie seien eine große Hilfe für Ordner, Vereine und Zuschauer. "Am besten wären zwei Stück pro Eingang", sagte Holzhäuser. Auf die Vereine würden allerdings hohe Kosten zukommen. Clemens Tönnies setzt in puncto Sicherheit für die Zukunft zudem auf die Hilfe der Zuschauer. "Sie müssen vor und in den Stadien aufmerksamer sein." (sgi)

---------------------------------------

Rauball fordert: Bitte keine Pyro-Technik

Reinhard Rauball, Interims-Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, appelliert demonstrativ an die Fans, auf Pyro-Technik in deutschen Stadien zu verzichten. "Pyro-Technik ist grundsätzlich verboten, weil damit große Gefahren verbunden sind. Eine Verwendung in der sensiblen Situation, in der wir uns derzeit befinden, wäre aber an Unverantwortlichkeit kaum zu überbieten", sagte der 68-Jährige in der "Bild"-Zeitung. Zudem glaube Rauball nicht, "dass der Fußball im Fokus der Terroristen steht. Es geht mehr darum, ei höchstes Maß an Aufmerksamkeit zu erzielen." Diese Einschätzung würden auch viele Experten teilen, mit denen er gesprochen habe. (tno)

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema