Fußball

Souverän statt Spektakel Rasantes RB ist mit Mainz diesmal gnädig

135729180.jpg

Emil Forsberg brachte RB Leipzig gegen den 1. FSV Mainz 05 in Führung.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der abgelaufenen Saison gelingt RB Leipzig ein historischer Heimsieg gegen den 1. FSV Mainz 05, auch auswärts geht es deutlich zu. Diesmal verlassen die Gäste Sachsen erneut geschlagen, aber immerhin nicht wieder gedemütigt. Auch, weil überlegene Leipziger zu unpräzise agieren.

Im ersten Bundesliga-Spiel ohne Timo Werner hat RB Leipzig auch ohne seinen zum FC Chelsea abgewanderten Stürmerstar Offensivgeist versprüht. Gegen den überforderten Lieblingsgegner 1. FSV Mainz 05 gewann der Champions-League-Halbfinalist am Sonntag mit 3:1 (2:0). Vor zugelassenen 8500 Zuschauern in der Red Bull-Arena trafen Emil Forsberg (17.), Yussuf Poulsen (21.) zur Halbzeitführung. Nach dem Wechsel verkürzte zunächst der Mainzer Jean-Philippe Mateta (48.), ehe Amadou Haidara auf 3:1 (51.) erhöhte.

Und die Sachsen bekommen in der Sturmzentrale in Kürze wohl noch Zuwachs. Laut RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff befindet sich der Transfer des norwegischen Stürmers Alexander Sörloth kurz vor dem Abschluss. "Wir sind tatsächlich in Gesprächen mit Sörloth und befinden uns da, zumindest mal was den Blick angeht, auf der Ziellinie", sagte Mintzlaff vor dem Spiel dem Fernsehsender Sky.

Leipzigs Sportvorstand Markus Krösche hakte den Auftakterfolg als standesgemäß ab. "Die Art und Weise in der ersten Halbzeit war sehr gut, danach haben wir unsere Chancen aber nicht gut genutzt, sonst hätten wir mehr Ruhe gehabt", resümierte Krösche bei Sky. Aber auch ohne den pfeilschnellen Werner und den wuchtigen Sörloth hatte RB keine Probleme mit den harmlosen Mainzern. Die erste Chance zur Führung hatte Dani Olmo (4.) mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, den Robin Zentner parierte. Beim Elfmeter von Forsberg - zuvor wurde Olmo von Martins Barreiro zu Fall gebracht - war der 05-Keeper machtlos.

Vorentscheidung bleibt lange aus

RB drückte mit viel Spielwitz und hohem Tempo weiter aufs Mainzer Tor. Nachdem Olmo in aller Ruhe flanken konnte, köpfte Poulsen den Ball über Zentner hinweg ins lange Eck zum 2:0. Danach verhinderte der Pfosten den nächsten RB-Treffer, nachdem Forsberg (31.) das Spielgerät mit dem Außenrist an Zentner vorbeispitzelte.

Gleich nach Wiederanpfiff hatte Mainz die erste Torchance - und nutzte sie: Nach einem Quaison-Steilpass überlief Mateta die auf einer Linie stehende RB-Abwehr und schob abgeklärt gegen den bis dahin nicht geprüften Peter Gulacsi ein. Das ärgerte zwar RB-Trainer Julian Nagelsmann, doch seine Spieler blieben unbeeindruckt. Drei Minuten später nutzte Haidara eine geniale Forsberg-Vorlage zum 3:1. Der Sturmlauf von RB mit Chancen im Minutentakt ging weiter, einzig Gästekeeper Zentner verhinderte eine noch höhere Torausbeute der Hausherren. Nicht zuletzt vergaben aber auch die RB-Spieler wie Poulsen gute Möglichkeiten. "Wir hatten schon das Gefühl, dass vielleicht noch etwas geht, aber da muss gegen einen Champions-League-Halbfinalisten alles passen", sagte Mainz-Sportvorstand Rouven Schröder.

In der 69. Minute brachte Nagelsmann, der auf einen Einsatz seines Kapitäns Marcel Sabitzer (Muskelzerrung) verzichtete, mit Hee-chang Hwang eine frische Offensivkraft. Der südkoreanische Neuzugang, der die Nummer 11 von Werner trägt, agierte schwungvoll und motiviert, oft jedoch noch nicht präzise genug. Auch Nationalspieler Benjamin Henrichs, der von der AS Monaco als Leihgabe kam, feierte ab der 77. Minute sein Bundesliga-Debüt für RB.

Quelle: ntv.de, ter/sid