Traumfinale gegen BarçaAlonso und Simeone haben richtig Ärger wegen Vini Jr.

Knapp 5000 Kilometer von daheim spielen die Madrider Topklubs ein Derby aus - mit dem besseren Ende für Real. Die Königlichen stehen im Finale um die Supercopa - und Startrainer Xabi Alonso hat die Chance auf seinen ersten Titel mit Real Madrid.
Real Madrid mit Startrainer Xabi Alonso ist dem FC Barcelona ins Finale des spanischen Supercups gefolgt. Die Königlichen gewannen ihr Halbfinale in Dschidda in Saudi-Arabien 2:1 (1:0) gegen den Stadtrivalen Atlético Madrid. Barça hatte bereits am Mittwoch mit einem 5:0-Kantersieg im Duell mit Athletic Bilbao das Ticket fürs Endspiel gelöst. Das Finale findet am Sonntag (20 Uhr) ebenfalls in Dschidda statt.
Der uruguayische Fußball-Nationalspieler Federico Valverde mit einem Freistoßhammer in der zweiten Minute sowie Rodrygo nach dem Seitenwechsel (55.) brachten Real mit ihren Treffern in einer ausgeglichenen Partie auf die Siegerstraße. Zwar kam Atlético durch ein Kopfballtor des Norwegers Alexander Sørloth zum schnellen 1:2 (58.), der Ausgleich gelang der Mannschaft von Coach Diego Simeone aber nicht mehr.
Ärger um Vini Jr.
Ärger gab es derweil um Real-Angreifer Vinicius Jr.: Nach seiner Auswechslung kam es zu einem Disput des Brasilianers im Atléticos Trainer Diego Simeone, in der Folge mischte auch Alonso bei der Auseinandersetzung mit. Hinterher war der Trainer der Königlichen noch unversöhnlich: "Der Moment hat mir nicht gefallen, ich habe gesehen, dass Cholo etwas zu Vinicius gesagt hat, und für mich überschreiten solche Dinge den Respekt, den man einem Gegenspieler entgegenbringen muss. Mir gefällt es nicht, wenn man so mit meinen Spielern umgeht. Ich gehe nicht so mit meinen Gegnern um, und nicht alles ist erlaubt."
Simeone wollte den Vorfall seinerseits nicht zu hoch hängen: "Ich habe nichts zu sagen. Ich sage immer, dass die Dinge auf dem Platz bleiben." Auch Reals Fede Valverde stimmte ihm zu: "Das gehört zum Fußball dazu. Es ist ein Derby, da ist es normal, dass es auf dem Spielfeld bleibt", sagte der Torschütze zum 1:0.
Nun kommt es zum Traumfinale gegen den FC Barcelona - und damit zur Wiederauflage des Endspiels aus dem Vorjahr, als der deutsche Trainer Hansi Flick seinen ersten Titel mit den Blaugrana holte. Reals Torwart Thibaut Courtois hat das Spiel nicht vergessen: "Wir müssen gewinnen, letztes Jahr haben wir zwei Endspiele gegen sie verloren. Sie müssen allerdings auch gewinnen, weil sie den Clásico in der Liga verloren haben und Revanche wollen." Der FC Barcelona hatte den ewigen Rivalen 2025 in Dschidda mit 5:2 schwer gedemütigt.
Alonso hat nun seinerseits die Chance, am Sonntag seinen ersten Titel als Real-Coach zu feiern und die Kritiker zumindest vorerst etwas verstummen zu lassen. Vor wenigen Wochen stand der frühere Coach von Bayer Leverkusen Medienberichten zufolge kurz vor dem Aus. Der 44-Jährige war im vergangenen Sommer aus Leverkusen zu den Königlichen gewechselt.