Red Bull und Berater reagierenBrisante Gerüchte um Klopp sind "völliger Schwachsinn"

Verlässt Jürgen Klopp den Red-Bull-Konzern bereits im Sommer wieder? Ein entsprechendes Gerücht forcieren die "Salzburger Nachrichten". Klopps Berater macht eine klare Ansage.
Als Jürgen Klopp im Winter 2024 verkündet, künftig dem Fußballarm des Red-Bull-Konzerns als "Head of Global Soccer" vorzustehen, ist der Widerhall in der Fußballwelt gewaltig. Klopp wurde damit zur Lichtgestalt im Red-Bull-Fußballuniversum. Für den Konzern, der gerade im Fußball weiterhin um Erfolg und positive Wahrnehmung ringt, war die Verpflichtung des Mannes, den sich damals die Mehrheit der Fans als Bundestrainer gewünscht hätte, ein Coup.
Der sportliche Erfolg wollte sich noch nicht global einstellen, dennoch verkündeten die "Salzburger Nachrichten" nun eine brisante Behauptung: Der Konzern werde Klopp keine Steine in den Weg legen, wenn er im Sommer wieder als Trainer arbeiten wolle. Ein Abschied auf Raten?
Klopp-Berater Marc Kosicke hat dem Gerücht gegenüber ntv/RTL allerdings eine klare Absage erteilt. Klopp, der sein Amt zum 1. Januar 2025 angetreten hatte, werde Red Bull keinesfalls im Sommer verlassen, auch der Konzern strebe keine Trennung an - und untermauert das mit deutlichen Worten: "Das ist völliger Schwachsinn und komplett aus der Luft gegriffen. Im Gegenteil: Wir sind extrem zufrieden mit der Arbeit von Jürgen Klopp", sagt Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff gegenüber ntv/RTL und sport.de. "Er investiert sehr viel, ist in permanentem Austausch mit unseren Trainern sowie Sportdirektoren und entwickelt unsere Red Bull Fußballphilosophie nachhaltig weiter.Wir sind davon überzeugt, dass er der richtige Mann für diesen Job ist. Darauf legen wir unseren gesamten Fokus und unsere Energie."
Klopp hatte Mainz 05 in die Bundesliga und Borussia Dortmund zu zwei Meistertiteln geführt, ehe er beim FC Liverpool mit Meisterschaft und Champions-League-Sieg endgültig zu einem der bedeutendsten Trainer seiner Generation wurde.
Entsprechend groß ist das Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem einstigen Zweitligaprofi, zuletzt wurde er gerüchteweise nach dem Aus von Xabi Alonso bei Real Madrid gehandelt. In einem "RTL Nachtjournal Spezial" hatte Klopp selbst im Januar aber klar gesagt: "Ich hatte seit ich aufgehört habe bei Liverpool noch nicht einmal Kontakt mit Real Madrid. Und das ist auch überhaupt nicht nötig, weil ich das, was ich im Moment mache, so gerne mache, dass ich nicht darauf warte, dass irgendwas kommt, was besser sein könnte. Und obwohl ich sehr viel arbeite, genieße ich die Selbstbestimmung sehr. Ich kann schon sagen, wann ich mal nicht da bin. Das geht als Trainer nicht."
Nachfolger soll schon auserkoren sein
Klopps Vertrag bei Red Bull läuft noch bis 2029, insbesondere die Entwicklung beim Fußball-Flaggschiff RB Leipzig geht nur mittelmäßig voran. Als eine seiner ersten größeren Amtshandlungen musste Klopp den Rauswurf seines einstigen Mainzer Spielers Marco Rose mitverantworten. Der in Leipzig ungemein populäre Trainer verlor Ende März 2025 seinen Job. Der einstige österreichische Serienmeister Red Bull Salzburg verpasste 2025 zum zweiten Mal hintereinander den Titel, die New York Red Bulls schafften es in der MLS nicht in die Playoffs.
Entsprechend solle Klopps Rolle innerhalb des Konzerns nicht mehr unumstritten sein. Mit Oliver Glasner soll laut "Salzburger Nachrichten" schon ein Nachfolger auserkoren worden sein. Der Österreicher, der Eintracht Frankfurt 2023 zum Sieg in der Europa League geführt hatte, steht beim Premier-League-Klub Crystal Palace vor dem Abschied im Sommer.