Fußball

Ärger wegen "Bayern-Bonus" Reus schimpft über Benachteiligung

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Marco Reus, sauer.

(Foto: picture alliance/dpa/AFP-POOL)

Trotz einer 2:0-Führung musste sich Borussia Dortmund dem FC Bayern München geschlagen geben. Nach der Partie haderte der BVB in Teilen mit der eigenen Leistung. Aber vor allem Entscheidungen des Schiedsrichters sorgten bei einem Borussen für Ärger.

"Vor dem 3:2 war es ein klares Foulspiel. Wenn das bei Bayern gewesen wäre, hätte der Schiedsrichter gepfiffen", kritisierte BVB-Kapitän Marco Reus den Referee gegenüber "Sky" nach der Partie ungewohnt offensiv. Einen Bayern-Bonus wollte der Nationalspieler auf Nachfrage zwar nicht bestätigen, schob aber erneut nach: "Aber ich sage ganz klar, wäre es bei Bayern gewesen, hätte er gepfiffen."

Dortmunds Coach Edin Terzic pflichtete seinem Schützling zumindest bei der Beurteilung der Situation bei. "Für mich ist es auch ein klares Foul", erklärte Terzic. Zumal viele ähnliche Zweikämpfe der Dortmunder von Fritz unterbunden worden seien.

Völlig anders beurteilt Thomas Müller vom FC Bayern die strittige Szene. "Natürlich ist das auch schonmal gepfiffen worden, aber diese Partie hatte so viele intensive Zweikämpfe und ich glaube nicht, dass wir wollen, dass solche Duelle an der Mittellinie abgepfiffen werden. Dann haben wir nur noch Stop – and Go. Ich hätte es auch gegen uns nicht als Foul gesehen, das könnt ihr mir jetzt glauben oder nicht." Ohnehin gebe es "nichts schlimmeres, als wenn alles gleich abgepfiffen wird".

"Das darf dem Schiri nicht passieren"

Can selbst wollte seinem Teamkollegen Reus in dieser Sache nicht zwingend Recht geben: "Kann er pfeifen, muss er nicht." Mit der Leistung von Fritz haderte allerdings auch Can. "Der Schiedsrichter hat aber generell in der zweiten Halbzeit zu viel auf Zuruf gepfiffen. Wir haben glaube ich kein Foul bekommen, das macht manchmal den Rhythmus kaputt. Man will da sein im Zweikampf und dann pfeift der Schiri für Rot. Das war heute ein bisschen zu oft, das habe ich ihm auch persönlich gesagt. Das darf dem Schiri nicht passieren. Das ist einfach nur bitter."

Aber Can zeigte sich auch deutlich selbstkritisch: "Wir haben mutig angefangen. Wenn man gegen Bayern aber nur zehn Minuten mutig spielt, dann wird es schwer. Das war heute einfach zu wenig. Auf dem Spielfeld hatte ich das Gefühl, dass wir uns nicht gut in den Räumen bewegt haben. Wir haben von hinten raus keinen guten Fußball gespielt. Da schließe ich mich auch ein", gab der Mittelfeldspieler zu.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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