Fußball

Neue Stärke für Bayern-Transfer? Sané wechselt zum Boateng-Berater

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Leroy Sané spielt bei Manchester City - noch. Den Nationalspieler zieht es zum FC Bayern.

(Foto: dpa)

Fußball-Nationalspieler Leroy Sané wechselt seinen Berater. Das kommt inmitten der anhaltenden Gerüchte um einen Wechsel zum FC Bayern überraschend. Seine neue Agentur vertritt Bayern-Verteidiger Boateng - macht aber auch unrühmliche Schlagzeilen.

Mitten in die anhaltenden Gerüchte um seinen Wechsel zum Fußball-Bundesligisten FC Bayern München kommt diese Meldung überraschend: DFB-Nationalspieler Leroy Sané wechselt seinen Berater. Nach nur knapp einem halben Jahr kündigt er schon wieder bei der Berater Agentur DB Ventures Limited, die von David Beckham geführt wird, berichtet unter anderem Sport1.

Der 24-Jährige von Manchester City wird nun von Lian Sports beraten. Eben jener Agentur, zu der kürzlich auch 2014-Weltmeister Jérôme Boateng gewechselt war. Während der Verteidiger den FC Bayern Gerüchten zufolge lieber verlassen möchte, ist Sané weiterhin ein heißer Kandidat für die Münchner. Sport1 berichtet, dass Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic bereits über den Berater-Wechsel informiert worden ist. Darüber hinaus soll Karl-Heinz Rummenigge sogar schon mit dem neuen Berater-Team in Verbindung stehen, meldet die "Bild"-Zeitung. Das könnte neuen Schwung in die Personaldiskussion bringen.

Zuvor berieten ihn seine Eltern

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Einst selbst Profi, dann lange der Berater seines Sohnes: Souleymane Sané.

(Foto: imago images / HJS)

Sané hatte sich dem Bericht von Sport1 zufolge überhaupt erst an die Beckham-Agentur gewandt, um den Wechsel nach München zu forcieren. Die "Bild"-Zeitung berichtet, dass es allerdings rund um Silvester zum Bruch kam, weil sich Firma und Spieler gestritten hatten. Zuvor war Sané von seinen Eltern Souleymane und Regina beraten worden.

Einen Wechsel noch in dieser Winter-Transferperiode zum FC Bayern hatte Salihamidzic kürzlich vehement ausgeschlossen. Das Portal "The Athletic" berichtete, dass die Teamkollegen bei Manchester City bereits überzeugt seien, dass Sané den Klub Ende der Saison verlassen wird. Der 24-Jährige arbeitet derzeit an seinem Comeback nach seinem Kreuzbandriss vom vergangenen Sommer.

Die schwere Verletzung habe ihm, das berichtete "The Athletic", zudem einen bereits fast vollzogenen Wechsel zu den Münchnern im vergangenen Jahr durchkreuzt. Demzufolge hatten sich die Bayern-Verantwortlichen bei Man City darüber beschwert, dass Sané im eher unwichtigen Spiel des Community Shield gegen den FC Liverpool überhaupt eingesetzt worden war - und ihn nicht gekauft.

Seinen Vertrag mit Manchester City, der noch bis 2021 läuft, will Sané anscheinend nicht verlängern. Offen ist bislang aber, wie viel Ablöse Manchester für den Flügelstürmer verlangt. Gemutmaßt wird eine Summe um die 100 Millionen Euro. Allerdings wurden von englischen Medien auch schon Summen jenseits der 150 Millionen Euro genannt.

Dubioses Geschäftsmodell

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Im Februar 2016 wechselte Luka Jovic zu Benfica Lissabon.

(Foto: imago/GlobalImagens)

Sanés neue Berater-Agentur Lian Sports ist kein unbeschriebenes Blatt. Die Agentur der beiden Chefs Nikola Damjanac und Fali Ramadani war aufgrund der Enthüllungsplattform Football Leaks in die Schlagzeilen geraten. Über ein dubioses Geschäftsmodell mittels einer Art Zwischenhandel soll die Agentur Geld mit Spielertransfers gemacht haben.

Unter anderem beim Wechsel von Luka Jovic, der im vergangenen Jahr von Eintracht Frankfurt zu Real Madrid gewechselt war. Bereits 2014, als Jovic gerade einmal 17 Jahre alt war, erwarb der zypriotische Klub Apollon Limassol demnach 70 Prozent an seinen Diensten, später dann noch die restlichen 30 Prozent. Ende Januar 2016 unterschrieb Jovic dann einen Vertrag bei Limassol, nur sechs Tages später wurde er mit einem Plus von 5,3 Millionen Euro an Benfica Lissabon weiterverkauft. Lian Sports soll Football Leaks zufolge über eine Firma in der Karibik acht Prozent an Limassol kontrollieren und diese Profit-Transfers zu einem Unternehmensziel gemacht haben.

Quelle: ntv.de, ara