Fußball

Ginter will nun das "Allergrößte"Schafft's der Weltmeister doch noch mal in Nagelsmanns DFB-Team?

10.04.2026, 07:59 Uhr
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Matthias Ginter fliegen in diesen Tagen die Herzen zu. (Foto: IMAGO/Jan Huebner)

Matthias Ginter brilliert auch bei der Freiburger Europa-League-Gala gegen Celta Vigo. Trainer Julian Schuster und Rekordnationalspieler Lothar Matthäus schwärmen. Schafft's der Verteidiger noch ins WM-Aufgebot?

Das Tor zum Europa-League-Halbfinale mit dem SC Freiburg hat Matthias Ginter ganz weit aufgestoßen. Und das zur Weltmeisterschaft im Sommer? Vielleicht ja zumindest wieder einen Spalt. Beim überzeugenden 3:0 (2:0) im Viertelfinal-Hinspiel gegen Celta Vigo stand der 51-malige Fußball-Nationalspieler am Donnerstag nicht nur wegen seines Kopfballtors im Fokus.

"Besser geht's nicht", sagte Freiburgs Trainer Julian Schuster über den Auftritt seines Abwehrchefs. "Beeindruckend" sei der gewesen. Schon vor seinem Treffer zum Endstand hatte Ginter eine starke Leistung gezeigt - wieder mal. Der wuchtige Borja Iglesias, einst bei Bayer Leverkusen in der Bundesliga aktiv, machte gegen den 32-Jährigen kaum einen Stich.

"Überragend" habe Ginter gespielt, sagte Rekordnationalspieler Lothar Matthäus als RTL-Experte. Er würde den Defensivmann "definitiv" mit zur WM in den USA, Kanada und Mexiko nehmen, meinte Ginters Teamkollege Igor Matanovic. Schafft es der Weltmeister von 2014 doch noch in den Kader von Bundestrainer Julian Nagelsmann für das XXL-Turnier im Sommer?

Zuletzt vor fast drei Jahren dabei

Er selbst habe zuletzt schon alles dazu gesagt, meinte Ginter. "Ich versuche das, was ich machen kann, zu beeinflussen", so der Südbadener. Alles Weitere werde man sehen. Für Deutschland zu spielen, sei jedenfalls das "Allergrößte".

Bei den jüngsten Testspielen gegen die Schweiz (4:3) und Ghana (2:1) gehörte Ginter wieder mal nicht zum deutschen Aufgebot. Er sei enttäuscht darüber gewesen, hatte er zu verstehen gegeben. Bundestrainer Nagelsmann wiederum erklärte, dass der Zug zur WM noch nicht abgefahren sei. Sein bislang letztes Länderspiel absolvierte Ginter vor fast drei Jahren gegen die Ukraine (3:3). In Freiburg hat der Verteidiger in dieser Saison bislang nur eines von 43 Pflichtspielen verpasst - krankheitsbedingt.

Ginter sei "ein hervorragender Spieler, der vorangeht und seine Leistung Woche für Woche bestätigt", lobte Mitspieler Vincenzo Grifo. Den Kurs Richtung Europapokal-Halbfinale hat Ginter mit seinen furiosen Freiburgern schon mal eingeschlagen. Nun kämpft er im Saisonendspurt neben möglichen Titeln mit dem SC, der auch im DFB-Pokal-Halbfinale steht und in der Liga am Sonntag in Mainz zu Gast ist, auch noch um ein persönliches Ziel: ein Ticket zur WM.

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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