Fußball

Sieben Tore in 45 Minuten Schalke schüttelt den Schock per Traumtor ab

266005738.jpg

Schalkes Marius Bülter (r) jubelt nach seinem Tor zum 2:1 mit Rodrigo Zalazar.

(Foto: picture alliance/dpa)

Direkt nach einer dominanten ersten Hälfe gerät Schalke in Rückstand, kann sich gegen Sandhausen aber schnell vom Schock befreien. Es geht hin und her, am Ende feiert S04 sogar einen Kantersieg. Darmstadt erobert effizient die Spitze der 2. Fußball-Bundesliga, Karlsruhe schießt Hannover ab.

Schalke 04 - SV Sandhausen 5:2 (0:0)

Schalke 04 hält in der 2. Fußball-Bundesliga den Kontakt zu den anvisierten Aufstiegsplätzen. Die Mannschaft von Dimitrios Grammozis besiegte am 15. Spieltag ohne ihren verletzten Torjäger Simon Terodde den abstiegsbedrohten SV Sandhausen mit 5:2 (0:0) und beendete damit eine Serie von drei Spielen ohne Sieg.

Marcel Ritzmaier (47.) brachte die Gäste direkt nach der Pause in Führung und schockte damit die Schalke. Thomas Ouwejan (58.) und Marius Bülter (64.) drehten die Partie vor offiziell 46.319 Zuschauern aber schnell. Es folgen turbulente vier Minuten: Sandhausens Alexander Schirow (72.) traf ins eigene Tor, wenig später brachte Pascal Testroet (74.) die Gäste wieder heran, dann stellte erneut Bülter mit seinem sechsten Saisontor (76.) den alten Abstand mit einem traumhaften Hackentor wieder her. Rodrigo Zalazar (82.) sorgte für den Endstand. Durch den achten Saisonerfolg kletterte S04 zumindest vorläufig auf Rang vier, Sandhausen bleibt Vorletzter.

Auch ohne Terodde, der an einer Muskelverletzung und bis auf Weiteres nicht zur Verfügung steht, wurde Schalke früh torgefährlich. Sieben Schüsse gaben die Königsblauen in den ersten 15 Minuten ab, Malick Thiaw kam der Führung mit seinem Schuss ans Lattenkreuz (11.) am nächsten. Bis zur Pause ließ bei gleichbleibender Feldüberlegenheit der Schalker Schwung aber etwas nach. In der 44. Minute hatte Salazar bei einem Kopfball aus zentraler Position freie Auswahl - er köpfte in die Arme von SVS-Keeper Patrick Drewes.

Die Strafe folgte keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff, als Ritzmaier die Gäste mit dem ersten Schuss auf das Tor von Martin Fraisl in Führung brachte. Danach drehte der Favorit dann auf und wurde effizienter. Terodde erzielte in der laufenden Saison bereits zwölf Zweitliga-Tore für die Königsblauen, seit der vergangenen Woche ist er mit 154 Treffern der erfolgreichste Schütze der Zweitligageschichte.

FC Erzgebirge Aue - Darmstadt 98 1:2 (0:0)

Darmstadt 98 hat zumindest vorübergehend wieder die Tabellenführung erobert. Im Geisterspiel bei Erzgebirge Aue setzten sich die Lilien mit 2:1 (0:0) durch. Luca Pfeiffer (62.) erzielte das Führungstor für die Gäste, er erhöhte sein Saisontrefferkonto auf zwölf. Aaron Seydel (75.) zeichnete für das 2:0 verantwortlich. Antonio Jonjic (85.) verkürzte für Aue. Es war der vierte Sieg in Folge für die Hessen, und es waren die Punkte 17, 18 und 19 aus den letzten sieben Spielen.

Interessant, dass SVD-Trainer Torsten Lieberknecht keines seiner zwölf Zweitligaspiele gegen Aue verloren hat (fünf Siege, sieben Remis). Für Aue ging eine Serie von zuletzt zehn Punkten aus den vergangenen vier Begegnungen, darunter zwei Siege in Folge, zu Ende. Für die erste große Aufregung sorgte die Aberkennung eines Eigentores durch Sören Gonther (12.) durch den Video-Assistenten. Die TV-Bilder zeigten eine Abseitsstellung von Phillip Tietz. In der 22. Minute gab es eine große Chance für die Hausherren. Jonjic scheiterte allerdings mit seinem Schuss am glänzend per Fußabwehr parierenden Torwart Marcel Schuhen.

Karlsruher SC - Hannover 96 4:0 (3:0)

Der Karlsruher SC hat eine vier Spiele andauernde Negativserie beendet. Die Badener gewannen gegen Hannover 96, seit nunmehr acht Spielen hintereinander sieglos, mit 4:0 (3:0). Die Niedersachsen rutschten durch die Pleite auf Relegationsplatz 16 ab.

Der Südkoreaner Kyoung-Rok Choi (17.) brachte den KSC in Führung. Daniel Gordon (27.) und Marvin Wanitzek (29.) machten per Doppelschlag schon in der ersten Halbzeit alles klar. Philipp Hofmann (83.) sorgte mit seinem achten Saisontor für den Endstand. Nur in der Anfangsphase gestalteten die Gäste die Partie offen. Nach dem Rückstand brachen allerdings alle Dämme, die Abwehr war sehr anfällig und lud die Karlsruher ein.

Einmal mehr zeigte sich, dass Hannover in dieser Saison auch in der Offensive große Probleme hat. Für 96 stehen nur zehn Tore zu Buche. Erst in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte setzten sich die Niedersachsen in der Offensive besser in Szene. In der 34. Minute wurde ein Treffer von Lukas Hinterseer wegen Handspiels nach Videobeweis nicht gegeben. Fünf Minuten später hatte er mit einem Pfostenschuss Pech. Allein siebenmal ist Hannover in dieser Spielzeit ohne eigenen Treffer geblieben.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.