Fußball

"Unsere Maßnahmen ergriffen" Schalkes Hoffnungsträger droht der Rauswurf

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Mustafi kam wie auch Sead Kolasinac im Winter vom FC Arsenal.

(Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Der FC Schalke spielt eine der schlechtesten Saisons, die die Bundesliga je gesehen hat. Shkodran Mustafi sollte Königsblau im Winter zum Aufschwung verhelfen. Nun ist der 28-Jährige aussortiert worden. Und vieles deutet darauf hin, dass er in Gelsenkirchen einen Tiefpunkt seiner Karriere erlebt.

Sechs Spiele hat Shkodran Mustafi für den FC Schalke 04 gemacht. Der 28-Jährige war Anfang Februar als Hoffnungsträger zum Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga gekommen, der damals noch glaubte, irgendwie den Klassenerhalt zu schaffen. Mustafi war immerhin schon mal Weltmeister, 2014 mit der DFB-Elf in Brasilien, er sollte die löchrige Abwehr organisieren und stabilisieren. Das gelang nicht. Einerseits, weil Schalke in wenigen Wochen auch rechnerisch Zweitligist sein wird. Andererseits, weil Mustafi die (wohl auch zu großen) Hoffnungen enttäuschte. Allerdings nicht nur die sportlichen. Und deshalb scheint sein sechstes Spiel für den Revierklub schon sein letztes gewesen zu sein.

Vor dem 1:2 bei Bayer Leverkusen an diesem Wochenende war Mustafi kurzfristig aus dem Kader gestrichen worden. Offiziell "aus sportlichen Gründen", hieß es auf dem offiziellen Twitter-Account. Wenn die "Bild" allerdings richtig liegt, sind nicht nur die 16 Gegentore aus den sechs Spielen mit seiner Beteiligung dafür ausschlaggebend. Dem Boulevardblatt zufolge soll Mustafi trotz wenig überzeugender Leistungen "null Selbstkritik" gezeigt haben und habe darüber hinaus auch noch "in den vergangenen zwei Wochen schlecht trainiert".

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Das 0:5 in Wolfsburg könnte Mustafis letztes Spiel für Schalke gewesen sein.

(Foto: imago images/Joachim Sielski)

Weshalb Trainer Dimitrios Grammozis ihn dann aus dem Aufgebot strich, der nach der 19. Niederlage im 27. Spiel bei nun 17:71 Toren erklärte: "Wir haben unsere Maßnahmen ergriffen und uns für den bestmöglichen Kader entschieden. Die Art und Weise unseres Auftritts in Leverkusen hat das gerechtfertigt." Was übersetzt bedeuten dürfte, dass der WM- und Premier-League-erfahrene Mustafi derzeit nicht gut genug für eine der schlechtesten Mannschaften der Bundesliga-Historie ist.

Dabei hatte sich Grammozis noch nach dem 0:5 in Wolfsburg schützend vor den Abwehrchef gestellt, der die Pleite mit einem Eigentor eingeleitet hatte. Mustafi war da dem Coach zufolge noch "sehr wichtig ist für uns in der Mannschaft, weil er das verkörpert, was wir fordern: den unbedingten Willen". Dieser scheint nun nicht mehr erkennbar gewesen zu sein für Grammozis, der auch in der 2. Bundesliga an der königsblauen Seitenlinie stehen soll.

Die "Bild" schließt daraus, dass der fünfte Schalker Übungsleiter der laufenden Spielzeit "persönlich extrem enttäuscht" sei. Von Mustafi, dem als Hoffnungsträger geholten Verteidiger, der nach seiner Jugend beim Hamburger SV für den FC Arsenal in der Premier League, für den FC Valencia in der Primera Division und für Sampdoria Genua in der Serie A aktiv gewesen war. Eine bemerkenswerte Karriere, auch weil Mustafi mit bald 29 Jahren im besten Fußballer-Alter sein müsste. Die nun aber mit Abstieg und Aussortierung auf Schalke einen Tiefpunkt zu erreichen scheint.

Quelle: ntv.de, tsi

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