Fußball

Dembele soll der Schuldige sein Sehr enttäuschter Neymar bleibt bei PSG

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Dann eben eine weitere PSG: Neymar bleibt. Glücklich ist er darüber aber nicht.

(Foto: imago images / PanoramiC)

Wochenlang wartet ganz Fußball-Europa auf den spektakulärsten Transfer in diesem Sommer. Am Ende ist es dann aber Neymar selbst, der dem Theater um seine Zukunft ein Ende setzt - völlig still und unspektakulär. Sein letzter, verzweifelter Versuch findet kein Gehör.

Neymars 20 Millionen Euro schwerer Hilferuf stieß in Paris auf taube Ohren: Das ewige Transfertheater um den Superstar vom französischen Fußball-Meister Paris St. Germain fand am Wochenende wohl sein Ende, Neymar muss beim Klub von Coach Thomas Tuchel bleiben. Schuld an der gescheiterten Rückkehr zum FC Barcelona trägt angeblich Ousmane Dembele.

Weil sich der französische Weltmeister weigerte, als Teil des Deals von Barca in seine Heimat zu wechseln, erreichte Neymar auch mit einem letzten verzweifelten Angebot nichts mehr: Der 27-Jährige soll PSG Medienberichten zufolge vergeblich angeboten haben, sich für 20 Millionen Euro "freizukaufen". Er sei sei "sehr enttäuscht" über den geplatzten Transfer, wurde Neymar darauf von verschiedenen Blättern zitiert.

Anschließend soll Neymars Management den Klubs mitgeteilt haben, dass der Offensivspieler nun eben die Saison beim Tuchel-Klub spielen werde. Damit nimmt die größte Posse des Sommers anscheinend ihr Ende - auch wenn PSG-Sportdirektor Leonardo nochmal betonte, bis zur Schließung des Transferfensters am Montag sei "alles möglich".

Neymar provozierte die Fans

Am Dienstag hatte Barcelona das einzige schriftlich fixierte Angebot für Neymar abgegeben. Der spanische Meister bot angeblich ein Leihgeschäft mit späterer Kaufverpflichtung an, das aber den Anforderungen von PSG nicht genügte. Auch der ehemalige Dortmunder Dembele soll Teil der Verhandlungen gewesen sein, der 22-Jährige wollte allerdings nicht wechseln.

Neymar war vor zwei Jahren für die Rekordablöse von 222 Millionen Euro vom FC Barcelona nach Paris gewechselt. Bei den Fans des französischen Meisters sorgte er im Juli für Unmut, als er das 6:1-Comeback der Spanier gegen PSG im Champions-League-Achtelfinale 2017 als eine der besten Erinnerungen seiner Karriere bezeichnete. Sein Vertrag in Paris läuft noch drei Jahre, seit dem 11. Mai hat er kein Pflichtspiel mehr bestritten. Die Teilnahme an der Copa America mit Brasiliens Nationalmannschaft verpasste er verletzungsbedingt, Tuchel hatte angesichts des Transfertheaters zuletzt auf ihn verzichtet.

Dass Barca einen Ausnahmekönner wie ihn gut gebrauchen kann, wurde am Samstag abermals deutlich. In Abwesenheit der verletzten Superstars Lionel Messi und Luis Suarez mühten sich die Katalanen zu einem 2:2 (0:1) bei CA Osasuna, nach drei Spieltagen stehen für den Titelverteidiger in der Primera Division nur vier Pünktchen zu Buche. Die einzigen positiven Schlagzeilen schrieb das 16 Jahre alte Supertalent Anssumane Fati mit seinem Premierentreffer.

Quelle: n-tv.de, tno/sid

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