Fußball

Mourinho ist völlig verzweifelt Selbst Coach Klopp kann's nicht glauben

0483ae29f82656ec1282459c901d4d46.jpg

"Ich bin ungefähr 50 Jahre lang im Fußball und wenn mir jemand gesagt hätte, dass dies jemals passieren würde, hätte ich wahrscheinlich gesagt, dass dies nicht möglich ist", sagt Jürgen Klopp.

(Foto: Action Images via Reuters)

Auch die Neuauflage des Champions-League-Endspiels besteht der FC Liverpool. Die englische Premier League verzweifelt mittlerweile an Welttrainer Jürgen Klopp - und José Mourinho ist das Sinnbild. Die neue, nächste Rekordmarke scheint dem Coach aber nicht viel zu bedeuten.

José Mourinho kniete sich ratlos auf den Rasen, später lobte er seine Profis in höchsten Tönen: Selbst nach einer starken Leistung und vielen Chancen ist "The Special One" mit Tottenham Hotspur an "The Normal One" Jürgen Klopp und seinem schier unbezwingbaren FC Liverpool verzweifelt. Das Meisterrennen in der als beste Fußball-Liga der Welt geadelten Premier League wird mehr und mehr zu einem Alleingang der Reds, die beim 1:0 (1:0) in London den 20. Sieg aus 21 Spielen einfuhren und für einen Startrekord sorgten.

Diese Zwischenbilanz übertrifft sogar die 100-Punkte-Saison von Manchester City vor zwei Jahren. 61 von 63 möglichen Punkten und 16 Zähler vor dem ersten Verfolger Leicester City, der am Samstag auch noch gegen den FC Southampton mit Trainer Ralph Hasenhüttl mit 1:2 (1:1) verlor. "Ich bin ungefähr 50 Jahre lang im Fußball und wenn mir jemand gesagt hätte, dass dies jemals passieren würde, hätte ich wahrscheinlich gesagt, dass dies nicht möglich ist", sagte der 52 Jahre alte Klopp, den die Dominanz seines Teams offenbar selbst verblüfft.

"Guardiola wird nicht aufgeben"

Diesmal erzielte Roberto Firmino in der 37. Minute das einzige und somit entscheidende Tor. Der Rekord sei "etwas Besonderes, aber es fühlt sich momentan irgendwie nicht so an. Erst wenn du die Trophäe hast, ist es getan. Bis dahin müssen wir weiter kämpfen", sagte Klopp. Geht es für Liverpool so weiter, ist der erste Meistertitel seit 30 Jahren nur noch eine Frage der Zeit. Während die Konkurrenz regelmäßig Punkte lässt, setzt sich der FCL immer mehr ab. Und selbst höchst umkämpfte Spiele wie nun am Samstag bei den Spurs landen auf Klopps Seite. "Wir mussten für diesen Sieg kämpfen - am Ende sogar richtig hart."

In der Liga ist der Traditionsklub von der Anfield Road seit über einem Jahr ungeschlagen. Die sieben verspielten Punkte auf Verfolger City im Vorjahr waren ein ganz anderer Fall: Das Polster ist nun deutlich größer und Liverpool wirkt zudem noch viel gefestigter. Trotzdem warnte Klopp: "Unsere Konkurrenten sind stark. Pep Guardiola wird nicht aufgeben." Sein Trainerrivale Mourinho haderte derweil, sein Team habe "so viel mehr verdient gehabt" - einzig der Lohn blieb gegen Klopps Dauersieger mal wieder aus.

Apropos Premier League: Das 1:1 im Londoner Stadtduell zwischen Crystal Palace und dem FC Arsenal wurde derweil von einem hässlichen Foul von Pierre-Emerick Aubameyang an Max Meyer überschattet. Der frühere Angreifer von Borussia Dortmund trat dem Ex-Schalker brutal auf den Knöchel und wurde nach Videobeweis mit einer glatt Roten Karte bestraft - zuvor hatte der Referee nur Gelb gezeigt. "Hoffentlich geht es Max Meyer bald wieder gut. Ich wollte ihn wirklich nicht so hart treffen", schrieb Aubameyang auf Instagram.

Quelle: ntv.de, tno/dpa