Tragischer Unfall in RumänienSieben Fußball-Fans sterben auf PAOK-Auswärtsfahrt

Fußball-Fans von PAOK Saloniki machen sich mit dem Minibus auf dem Weg von Griechenland nach Frankreich. In Rumänien kommt es zur Katastrophe: Bei einem Überholmanöver kollidiert das Fahrzeug mit einem Lkw. Sieben Menschen sterben, die Anteilnahme ist groß, das Spiel steht auf der Kippe.
Sieben Fans des griechischen Fußballklubs PAOK Saloniki sind bei einem schweren Verkehrsunfall in Rumänien ums Leben gekommen. Die griechischen Staatsbürger waren auf dem Weg zum Europa-League-Spiel zwischen Olympique Lyon und PAOK Saloniki, das am Donnerstag in Lyon stattfinden soll, wie der griechische Rundfunk unter Berufung auf das Außenministerium in Athen berichtete.
Das griechische Fernsehen zeigte Videoaufnahmen, auf denen ein Minibus mit den PAOK-Fans nach einem Überholmanöver frontal mit einem Lastwagen kollidierte. Das Fahrzeug wurde dabei völlig zerstört. Der Unfall ereignete sich nahe der westrumänischen Stadt Timișoara. Mitarbeiter der griechischen Botschaft machten sich auf den Weg zum Unglücksort. Aus Kreisen der Mannschaft von PAOK hieß es, Vertreter des Teams seien ebenfalls auf dem Weg zum Unglücksort.
Griechenlands Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. "Tief erschüttert habe ich von dem tragischen Unglück in Rumänien erfahren, bei dem sieben junge Landsleute ihr Leben verloren haben", schrieb er auf Facebook. Die griechische Botschaft stehe in engem Kontakt mit den örtlichen Behörden und werde jede mögliche Unterstützung leisten, fügte er hinzu.
Der Vorstand von PAOK informierte unterdessen die Europäische Fußball-Union UEFA über das Unglück. Ob das Spiel in Lyon am Donnerstag stattfinden könne, sei unklar, berichteten griechische Medien. Hunderte PAOK-Fans haben ihre Reisen nach Lyon demnach storniert. Andere, die bereits unterwegs gewesen seien, kehrten zurück, hieß es weiter. Lyon führt vor dem letzten Liga-Spieltag die Tabelle der Europa League an, PAOK belegt Rang zwölf.
Nach Informationen aus den Fanklubs, aus denen die Opfer stammten, hatten die Fans bewusst einen langen Umweg von Thessaloniki über Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Österreich und Italien nach Frankreich gewählt. Ziel war es demnach, ausschließlich durch EU-Staaten zu reisen und Grenzkontrollen entlang der Balkanroute zu vermeiden, berichteten Reporter aus Thessaloniki.