Fußball

Verstorbener Florenz-Kapitän Staatsanwaltschaft untersucht Astoris Tod

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Davide Astori spielte seit 2004 für Italiens U18-Nationalmannschaft, ab 2011 für die Nationalelf.

imago/ZUMA Press

Die italienische Fußballwelt trauert um Nationalspieler Davide Astori. Der 31-Jährige wird tot in einem Hotelzimmer aufgefunden. Die Staatsanwaltschaft will klären, ob der Kapitän des AC Florenz auf natürliche Weise aus dem Leben geschieden ist.

Nach dem Tod des italienischen Fußball-Nationalspielers Davide Astori hat die Staatsanwaltschaft von Udine Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen. "Wir müssen ergründen, ob Astoris Tod ein tragischer Vorfall ist, oder ob jemand hätte bemerken sollen, wie es um ihn gesundheitlich stand", sagte Staatsanwalt Antonio De Nicolo laut Medienangaben. Im Moment würde es noch keine Verdächtige geben.

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Alle Auswahlmannschaften des Fußballverbandes FIGC werden in den kommenden Tagen als Zeichen der Trauer in ihren Spielen Schweigeminuten einlegen und mit Trauerflor antreten, teilte zudem der Verband mit. Den Anfang habe Italiens U19-Team der Frauen gemacht, das am Sonntag gegen Norwegen mit Trauerflor gespielt hatte.

Astori, Kapitän des Erstligisten AC Florenz, war am Sonntag im Alter von 31 Jahren in einem Hotel in Udine tot aufgefunden worden. Er war nach Angaben der Behörden an einem plötzlichen Herzstillstand gestorben. Auf Twitter informierte der Verein darüber, dass morgen eine Autopsie durchgeführt werde. Die Beerdigung findet am Donnerstag um 10 Uhr in der Basilika Santa Croce in Florenz statt.

14 Einsätze für die Azzurri

Seine Karriere begann der Abwehrspieler 2005 beim AC Mailand. Astori hatte 14 Mal für die italienische Nationalmannschaft gespielt. Vor dem Sitz und den Ausbildungsstätten des Verbandes wehten die Flaggen auf halbmast. Der Verband hatte alle Sonntagsspiele der Serie A und Serie B abgesagt. Die Fiorentina wird am Dienstag wieder das Training aufnehmen, teilte der Klub mit.

Die italienische Presse zeigte sich bestürzt über den plötzlichen Tod des Fußballers. "Tuttosport" schrieb: "Sein plötzlicher Tod macht den Fußball ärmer und beraubt die Fiorentina eines ihrer Symbole." Die "Gazzetta dello Sport" meinte: "In Astoris Fall erleben wir die Absurdität des Todes eines jungen Athleten, der im Schlaf erlischt, offenkundig ohne Grund." Und "La Stampa" kommentierte: "Niemand  will glauben, dass Fiorentina seinen Kapitän mit seinem strahlendem  Lachen und seinem höflichen Verhalten verloren hat."

Quelle: n-tv.de, lsc/sid

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