Fußball

Trainersuche geht weiter Stanislawski sagt Darmstadt 98 ab

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Der aktuell vereinslose Holger Stanislawski erteilte Darmstadt 98 eine Absage.

(Foto: picture alliance / dpa)

Obwohl die Gespräche dem Vernehmen nach schon weit fortgeschritten waren, entscheidet sich Holger Stanislawski gegen den Bundesliga-Trainerjob in Darmstadt. Der Grund: ein Supermarkt.

Bundesliga-Trainer oder doch lieber Rewe-Chef? Holger Stanislawski war einer der Topkandidaten auf die Nachfolge des entlassenen Darmstädter Trainers Norbert Meier. Doch daraus wird wohl nichts. Wie die "Bild"-Zeitung erfahren haben will, hat der einstige Hamburger Kult-Coach dem Fußball-Bundesligisten abgesagt.

Der 47-Jährige habe sich trotz weit fortgeschrittener Gespräche gegen ein Engagement beim Tabellen-Letzten entschieden, berichtet das Boulevardblatt. Stattdessen wolle der ehemalige Trainer des Zweitligisten FC St. Pauli und des 1. FC Köln weiterhin eine Supermarkt-Filiale in Hamburg leiten. Stanislawski führt seit drei Jahren einen Rewe-Supermarkt in Winterhude und ist nebenher noch Experte beim ZDF.

Meier hatte nach der fünften Niederlage in Folge und dem Abrutschen auf den Relegationsplatz am 5. Dezember seinen Hut nehmen müssen, aus Solidarität mit dem Coach traten auch Sportchef Holger Fach und Co-Trainer Frank Heinemann zurück.

Seitdem fungiert Ramon Berndroth als Interimstrainers. Unter dem 64-Jährigen konnten die Hessen ihre Negativserie aber nicht beenden. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt nach 16 Spieltagen fünf Punkte. Berndroth kehrt wieder auf seinen angestammten Posten als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums zurück.

Darmstadts Präsident Rüdiger Fritsch will bis zum Trainingsstart am 3. Januar einen neuen Trainer präsentieren. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung könnte Torsten Frings jetzt einer der Top-Kandidaten sein. Der Ex-Nationalspieler war zuletzt Co-Trainer bei Werder Bremen, musste dort aber Mitte September zusammen mit Cheftrainer Viktor Skripnik gehen.

Auch der ehemalige Schalke- und Paderborn-Coach André Breitenreiter offenbar ein Thema bei den Lilien, berichtet "Sport1". Keine Option sei dagegen der im November beim TSV 1860 München entlassene Kosta Runjaic. Als weiterer Kandidat wird Daniel Farke gehandelt. Der 40-Jährige ist gegenwärtig bei der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund tätig. "Spekulationen um meine Person habe ich bislang noch nie kommentiert und das werde ich auch in Zukunft nicht tun. Ich habe Vertrag bis zum Sommer 2017, fühle mich beim BVB extrem wohl und bin sehr glücklich für den Verein arbeiten zu dürfen", gab der Fußballlehrer zu Protokoll.

Quelle: n-tv.de, dsi

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