Fußball

Skandal bei WM-Qualifikation Südafrika will nicht manipuliert haben

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Er ist raus: Joseph Lamptey aus Ghana.

Die Entscheidung in der WM-Qualifikation der Afrika-Gruppe D fällt vermutlich erst in der neu angesetzten Partie zwischen Südafrika und dem Senegal. Wegen skuriler Fehlentscheidungen hat der Fußball-Weltverband den Schiedsrichter aus Ghana lebenslang gesperrt.

Der Südafrikanische Fußballverband Safa hat jegliche Beteiligung an einer Manipulation des WM-Qualifikationsspiels gegen den Senegal strikt zurückgewiesen. "Safa stellt kategorisch fest, dass der Verband in keiner Weise mit irgendeinem Fehlverhalten im Zusammenhang mit den Handlungen des Schiedsrichters - wie im Fifa-Bericht angegeben - beteiligt war", hieß es in einer Erklärung auf der Homepage der South African Football Association.

Der Weltfußball-Verband Fifa hatte entschieden, die Partie der Afrika-Gruppe D zwischen Südafrika und Senegal zu wiederholen. In der Partie vom 12. November 2016, die 2:1 für Südafrika endete, hatte Schiedsrichter Joseph Lamptey aus Ghana dem Team des Gastgebers in der 43. Minute einen äußerst umstrittenen Handelfmeter bewilligt. Daraufhin war er von der Fifa lebenslang gesperrt worden, der Internationalen Sportgerichtshof Cas bestätigte die Sperre.

Neuer Termin steht noch aus

Die Fifa hatte am 20. März erklärt, Lamptey "unerlaubt Einfluss auf den Ausgang des Spiels" genommen und damit gegen Artikel 69 Absatz 1 des Disziplinar-Kodex verstoßen habe. Der Weltverband verfolge eine Null-Toleranz-Politik in Sachen Spielmanipulation und engagiert sich für den Schutz der Integrität des Fußballs, hieß es in der Erklärung. Die Fifa werde ihre Bemühungen zur Bekämpfung der Spielmanipulation durch fortsetzen, internationale Wetten überwachen und ein vertrauliches Berichtssystem einrichten.

Bei dem fragwürdigen Elfmeter habe "der Ball niemals die Hand des Spielers berührt", hieß es in der Bewertung des Cas. Der Südafrikanische Verband kündigte an, den Inhalt des Berichts der Fifa zur Neuansetzung der Partie genau zu studieren und darüber beraten, diese Entscheidung anzufechten. Damit könnte es dauern, bis feststeht, welches Team aus der Gruppe D sich für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland qualifiziert. Ein neuer Termin für die Austragung der Partie steht noch aus. Ungeachtet eines möglichen Einspruchs der Südafrikaner soll das Spiel im November ausgetragen werden.

In der sehr ausgeglichenen Gruppe führen nach vier von sechs Spieltagen Burkina Faso und Kap Verde mit je sechs Punkten die Tabelle an. Senegal hat durch die Fifa-Entscheidung nun die Möglichkeit, im Wiederholungsspiel sein Konto von fünf Zählern weiter zu erhöhen. Ohne die drei Punkte vom 2:1-Spiel gegen Senegal verfügt Südafrika nur noch über einen Zähler. Die fünf Sieger der Afrika-Gruppen qualifizieren sich für die WM 2018 in Russland.

Quelle: ntv.de, Frank Thomas, dpa