Fußball

Chelsea-Sieg dank Havertz Tuchel feiert Havertz und torlosen Werner

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Kai Havertz machte gegen den FC Fulham ein Spiel, das seinem Trainer Thomas Tuchel viel Spaß machte.

(Foto: imago images/PA Images)

Unter Thomas Tuchel läufts beim FC Chelsea. Das gilt allerdings durchaus eingeschränkt für die beiden enorm teuren Neuzugänge Kai Havertz und Timo Werner. Gegen Fulham produzierten dagegen beide positive Nachrichten. Das freut besonders den Trainer.

Chelsea-Trainer Thomas Tuchel sieht seinen deutschen Fußball-Nationalspieler Kai Havertz nach dessen erstem Liga-Doppelpack noch lange nicht am Limit. "Er kann sich immer noch verbessern, aber heute freue ich mich sehr für ihn", sagte Tuchel nach dem 2:0 (1:0) des FC Chelsea beim Abstiegskandidaten FC Fulham in der englischen Premier League. "Er war entscheidend, gemeinsam mit Timo." Havertz' Nationalmannschaftskollege Timo Werner hatte das zweite Tor für den Ex-Leverkusener aufgelegt.

Zuletzt hatte Tuchel noch mit dem seit Wochen glücklosen Werner gehadert. Werner war gegen Real Madrid frei im Strafraum am Real-Torwart und ehemaligen Chelsea-Keeper Thibaut Courtois gescheitert - die zweite vergebene Großchance innerhalb weniger Tage. Ähnlich war es dem deutschen Nationalspieler kurz zuvor in der Premier League ergangen. "Er hat eine Großchance gegen West Ham vergeben und hier wieder eine Großchance verpasst", klagte Tuchel anschließend, "das ist nicht hilfreich."

Britische Medien gingen hart mit Werner ins Gericht. "Wenn du 47,5 Millionen Pfund für einen Stürmer bezahlst, kannst du erwarten, dass er sich in einer Eins-zu-Eins-Situation aus kürzester Distanz nicht von deinem Ex-Torhüter einschüchtern lässt", ätzte der "Telegraph". Der "Mirror" befand: "Es war der Versuch eines Stürmers, der seine Überzeugung, sein Selbstvertrauen vor dem Tor verloren hat."

Bei West Ham hatte Werner zwar den Treffer zum 1:0-Sieg erzielt, sein sechster in der Premier League, insgesamt gelang dem Ex-Leipziger bisher jedoch zu wenig in seiner ersten Chelsea-Saison. Nun gab es also Anerkennung für den Stürmer, der nicht traf, aber seinen Landsmann Havertz hochkarätig in Szene gesetzt hatte. Schon vor dem Spiel hatte der ehemalige CHelsea-Stürmer Ashley Cole auf "Sky" gesagt: "Ich denke wirklich, dass er unterschätzt wird. Ja, er hat einige große Chancen und Möglichkeiten verpasst", aber Werner biete seiner Mannschaft viel mehr, als ihm zugetraut wird. Und der "Mirror" erinnerte hinterher daran: "Damit erhöhte Werner seine Anzahl an Toren und Assists auf jeweils 10 in dieser Saison - eine Leistung, die seit Eden Hazard in der Saison 2012/13 von keinem Chelsea-Spieler mehr erreicht wurde."

"Er hat seine Chance genutzt"

Der Doppeltorschütze Havertz, der im Gegensatz zu Werner in Madrid nur zu einem kurzen Einsatz gekommen war, war dann auch diesmal der gefeierte Mann des Tages: Tuchel lobte, dass Havertz sich nach seiner Einwechslung zuvor beim 1:1 im Halbfinal-Hinspiel der Champions League bei Real Madrid nicht versteckt habe. "Er hat nicht mit der Einstellung gespielt "jetzt brauchen sie mich" und "ich wollte länger in Madrid spielen" und "warum spiele ich nur gegen Fulham", sagte der 47-Jährige. "Er hat seine Chance genutzt, er hat sich gezeigt." Als Vierter hat Chelsea in der Premier League gute Chancen auf die erneute Qualifikation für die Champions League und kann vor dem Rückspiel gegen Real am Mittwoch zudem auf den Endspiel-Einzug in der Königsklasse hoffen.

Eine noch bessere Ausgangslage in der Champions League hat Chelseas Ligarivale Manchester City, der das Halbfinal-Hinspiel 2:1 bei Paris Saint-Germain gewonnen hatte. Zuvor können die Citizens aber noch zum siebten Mal englischer Meister werden, falls Verfolger Manchester United gegen Titelverteidiger FC Liverpool verliert. "Ich werde das Spiel gegen PSG vorbereiten, aber ich werde es mir anschauen", kündigte City-Trainer Pep Guardiola an. "Wir brauchen sie nicht, es liegt in unserer Hand. Wenn wir morgen nicht Meister werden, dann eben nächste Woche", ergänzte der Ex-Bayern-Trainer.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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