Fußball

CL-Spiel trotz Corona-Ausfällen UEFA lässt FC Bayern im Krisenmodus schmoren

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Gwinn ist fit und setzt auf zusätzliche Energie durch den Corona-Druck.

(Foto: dpa)

Ein Corona-Ausbruch im Team beutelt den FC Bayern extrem. Gleich sieben Spielerinnen fallen vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League aus. Die UEFA aber beharrt auf der Partie gegen Paris St. Germain. Giulia Gwinn setzt daher auf das Freisetzen "anderer Energie".

Linda Dallmann, Jovana Damnjanovic, Sarah Zadrazil, Maximiliane Rall, Carina Wenninger, Franziska Kett, Karolina Lea Vilhjalmsdottir. Dazu Laura Benkarth, Ivana Rudelic und Marina Hegering. Das ist nicht etwa die positionstechnisch etwas kuriose Aufstellung des FC Bayern im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Paris St. Germain (Mittwoch, 21 Uhr bei DAZN). Im Gegenteil, das sind die Spielerinnen, die positiv auf Corona getestet wurden oder langzeitverletzt sind. "Dünnes Eis, sehr dünn", beschrieb Trainer Jens Scheuer die Situation. "Es ist eine Katastrophe, dass natürlich grad in den entscheidenden Wochen das Virus uns so heimsucht."

Viviane Asseyi ist noch dazu gelb-gesperrt. Zudem ist unklar, ob die zuletzt verletzte Klara Bühl in Paris spielen kann, sie hatte im Hinspiel das einzige Bayern-Tor geschossen. Mindestens elf Spielerinnen fallen damit im wohl wichtigsten Spiel der bisherigen Saison aus, sieben allein wegen Corona. Nur noch neun Feldspielerinnen aus der ersten Mannschaft sind fit.

Eine Verlegung des Spiels durch die UEFA kommt trotzdem nicht infrage. "Die UEFA sagt, wir müssen antreten", sagte Scheuer. Er wies aber auch darauf hin, dass man sich auf weitere positive Ergebnisse am Morgen des Spieltags einstellen müsse. Laut Regularien müssen 13 Spielerinnen inklusive mindestens einer Torhüterin verfügbar sein. Scheuer nominierte mit Andrea Gavric, Amelie Schuster und Julia Landenberger bereits drei Frauen aus der zweiten Mannschaft nach. Wenninger und Zadrazil hatten beim 1:2 im Hinspiel in der Startelf gestanden, Dallmann und Damjanovic waren eingewechselt worden.

"Verdammt heiß"

Trotz des arg dezimierten Kaders geben sich die Bayern selbstbewusst. In der Breite sei das Team durch sieben Corona-Ausfälle zwar dünner, aber in der Qualität nicht schlechter, merkte Nationalspielerin Giulia Gwinn an. "Gerade sowas kann nochmal andere Energien freisetzen. Man spielt nicht nur für sich, sondern für alle zu Hause." Auch Scheuer betonte, alle seien "verdammt heiß".

Bei ihrem ersten Auftritt in der Allianz Arena überhaupt waren beide Gegentore nach Ecken gefallen. "Wir müssen die Standards besser verteidigen", forderte Gwinn daher. "Es geht vor allem darum, dass man über Grenzen gehen muss. Jeder wird alles abverlangt werden."

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Gegen die Französinnen um DFB-Spielmacherin und Ex-Münchnerin Sara Däbritz wollen die Bayern-Frauen erneut in das Halbfinale der Königsklasse einziehen. Im vergangenen Jahr war in der Vorschlussrunde gegen den FC Chelsea Schluss. Bei einem Weiterkommen würde der Sieger aus der Partie Olympique Lyon gegen Juventus Turin warten.

Neben München ist auch noch der VfL Wolfsburg in der Champions League vertreten und empfängt an diesem Donnerstag (18.45 Uhr/DAZN) Arsenal WFC. Das Hinspiel war 1:1 ausgegangen. Der Liga-Gipfel der beiden Champions-League-Klubs folgt dann am Sonntag (14 Uhr, Magenta Sport).

Quelle: ntv.de, ara/dpa

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