Fußball

Entscheidung über Spielabsage UEFA wirft Tottenham aus Conference League

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Antonio Conte fühlt sich zu Unrecht bestraft.

(Foto: picture alliance / empics)

Die Tottenham Hotspur haben vor dem letzten Spieltag der Conference-League-Vorrunde noch eine realistische Chance aufs Weiterkommen. Doch Corona bremst den Premier-League-Klub aus, nun stoppt die UEFA die Aufholjagd endgültig. Schuld sind das Virus und der Terminkalender.

Nach dem coronabedingt abgesagten Duell gegen Stade Rennes ist der englische Fußballklub Tottenham Hotspur in der Conference League ausgeschieden. Das ausgefallene Spiel wurde mit 0:3 gewertet, wie die UEFA mitteilte. Tottenham bleibt dadurch Dritter der Gruppe G hinter Rennes und Vitesse Arnheim. Bitter für die Londoner: Mit einem einfachen Sieg über den bereits vor dem Spiel als Gruppensieger feststehenden Tabellenführer aus Frankreich wäre noch der Einzug in die K.-o.-Runde gelungen.

Nach einem Corona-Ausbruch bei dem Premier-League-Klub war das Spiel am 9. Dezember abgesagt worden. Tottenhams Trainer Antonio Conte hatte damals mehrere Corona-Fälle bestätigt. Demnach waren acht Spurs-Spieler und fünf Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. In der Liga gab es daher auch Spielabsagen, Tottenham hat nach 18 Spieltagen erst 15 Partien absolviert und kam zuletzt am Sonntag zu einem 2:2 gegen den FC Liverpool. Im eng getakteten Spielplan in England stehen für Tottenham am 22., 26. und 28. Dezember noch Partien an, einen Termin für das Spiel gegen Rennes zu finden, war entsprechend unmöglich.

"Verdient, dieses Spiel zu spielen"

Die Gruppenphase muss laut Reglement der UEFA bis zum 31. Dezember abgeschlossen sein. Wenn eine fristgemäße Neuansetzung nicht möglich sei, würde laut UEFA-Regeln "der Verein, der nicht an diesem Spiel teilnehmen kann, dafür verantwortlich gemacht". In diesem Fall werde eine 0:3-Niederlage verhängt.

Tottenhams Trainer Antonio Conte hatte schon unter der Woche über die Situation geschimpft: "Wir haben es verdient, dieses Spiel zu spielen und zu versuchen, eine Chance zu haben, in die nächste Runde einzuziehen." Conte wollte, dass die Spurs ihr Spiel gegen Leicester verschieben, damit sie gegen Rennes antreten können, doch das funktionierte nicht. "Die Premier League wollte das Spiel gegen Leicester nicht verschieben, vielleicht weil wir gegen Burnley und Brighton spielen müssen. Wir haben auch schon zwei Spiele verschoben. Das kann ich verstehen, wir können das verstehen. Andererseits denke ich, dass wir es verdient haben, unsere Chance gegen Rennes zu nutzen, um in die nächste Gruppe zu kommen."

Die Engländer hatten sogar angeboten, auf ihr Heimrecht zu verzichten und für das entscheidende Gruppenspiel nach Frankreich zu reisen. "Wir finden keine gute Lösung zwischen der UEFA und der Premier League, warum muss Tottenham dafür bezahlen?"

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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