Fußball

BVB lässt Brügge keine Chance Unfassbarer Haaland hört einfach nicht auf

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Toreschießen kann so einfach aussehen.

(Foto: AP)

Mehr Tore als Spiele: Ausnahmestürmer Erling Haaland trifft und trifft und trifft auch in der Champions League wieder mehrfach. Borussia Dortmund hat kaum Mühe mit dem Club Brügge - und macht so einen ganz großen Schritt, um im Europapokal zu überwintern.

Borussia Dortmund hat dank Tormaschine Erling Haaland und Kunstschütze Jadon Sancho das Tor zum Achtelfinale der Champions League ganz weit aufgestoßen. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre besiegte den belgischen Meister FC Brügge souverän mit 3:0 (2:0) und benötigt im kommenden Heimspiel gegen Lazio Rom nur noch einen Punkt, um vorzeitig die K.o.-Phase zu erreichen. "Wir haben gute Charaktere dazugeholt, die auf dem Platz konsequent durchziehen und nicht zurückstecken", sagte Torhüter Roman Bürki bei DAZN: "Und Erling ist vorne eben ein überragender Spieler, der die Dinger einfach macht. Da redet dann auch niemand mehr von Mentalität. Jetzt wollen wir den Gruppensieg."

Borussia Dortmund - FC Brügge 3:0 (2:0)

Dortmund: Bürki - Meunier (73. Morey), Akanji, Hummels, Guerreiro (80. Passlack) - Bellingham, Delaney (72. Can) - Sancho, Hazard, Reyna (81. Brandt) - Haaland (81. Reus). - Trainer: Favre
Brügge: Mignolet - Clinton Mata, Kossounou, Deli, De Ketelaere - 25 Vormer, Balanta (52. Rits) - Lang (74. Schrijvers), Vanaken, Diatta (74. Okereke) - Krmencik (66. Badji). - Trainer: Clement
Schiedsrichter: Ivan Kruzliak (Slowakei)
Tore: 1:0 Haaland (18.), 2:0 Sancho (45.), 3:0 Haaland (60.)
Zuschauer: keine
Gelbe Karten: - Rits (3)

Haaland (18., 60.) mit seinen Champions-League-Toren 15 und 16 beim zwölften Einsatz sowie Sancho (45.) mit einem sehenswerten Freistoß trafen beim fünften Dortmunder Heimsieg in Folge auf höchster europäischer Ebene. Der Tabellenzweite der Fußball-Bundesliga liegt damit in allen Wettbewerben voll auf Kurs.

Favre setzte die angekündigte Rotation konsequent um und veränderte seine Startelf im Gegensatz zum überzeugenden Auftritt bei Hertha BSC (5:2) auf gleich fünf Positionen. Unter anderem rückten Sancho und Thorgan Hazard für Kapitän Marco Reus und Julian Brandt in die Anfangsformation. Sturmtalent Youssoufa Moukoko saß auf der Bank, ein neuerliches Rekord-Debüt blieb aus. Am Spielfluss der Dortmunder änderten die Umstellungen nichts. Passsicher, zielstrebig, kreativ - die Gastgeber dominierten von Beginn an. Haaland vergab aber die frühe Chance zur Führung (2.). Der Norweger machte es 16 Minuten später nach schönem Zuspiel von Sancho frei vor Torhüter Simon Mignolet besser. Es war das 200. BVB-Tor in der Königsklasse.

Am Ende ist Zeit zum Durchatmen

Dortmund hatte auch in der Folge viel Kontrolle, auch wenn sich die Gäste nicht versteckten und um spielerische Lösungen bemüht waren. Torgefährlich wurde Brügge aber selten. Ein Distanzschuss von Ruud Vormer (23.) verfehlte sein Ziel. Der deutsche Vize-Meister drängte auf den zweiten Treffer. Manuel Akanji (32.), Giovanni Reyna (41.) und Thomas Delaney (43.) vergaben zunächst gute Möglichkeiten. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff zirkelte Sancho einen Freistoß aus rund 20 Metern sehenswert in den Winkel.

Der BVB suchte nach dem Wechsel die Entscheidung. Der stark verbesserte Sancho traf in guter Position den Ball aber nicht richtig (48.), Haaland verzog deutlich (50.). Das Favre-Team kombinierte weiter flüssig, spielte in einigen Situationen aber zu kompliziert. Defensiv hatte die diesmal von Favre gewählte Viererkette mit Abwehrchef Mats Hummels meist alles im Griff. Brügge war wie schon bei der 0:3-Niederlage im Hinspiel trotz einiger guter Ansätze insgesamt zu harmlos. Glück hatte der BVB allerdings, als Vormer an einer scharfen Flanke knapp vorbeirutschte (58.).

Angesichts der beruhigenden Zwei-Tore-Führung und der irrwitzigen Terminhatz bis Weihnachten ließen es die Gastgeber in einigen Phasen nun ruhiger angehen, doch Haaland hatte noch nicht genug. Der 20-Jährige nutzte einen Fehler in der Abwehr von Brügge eiskalt zum dritten Treffer des Abends. Vormer hatte ihm den Ball unfreiwillig aufgelegt. Favre nahm danach die ersten Wechsel vor, um wertvolle Kräfte für die nächsten Aufgaben zu sparen - auch Haaland durfte sich erholen.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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