Fußball

Flutschtor und Elfmeterfoul Wackeliger BVB korrigiert Hitz' Doppelpatzer

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Marwin Hitz leistete sich einen schweren Patzer und verursachte einen Elfmeter - beides blieb zum Glück für den BVB folgenlos.

(Foto: dpa)

Eine Woche nach dem folgenschweren Patzer von BVB-Keeper Roman Bürki leistet sich auch dessen Vertreter Marwin Hitz einen kolossalen Aussetzer. Außerdem verursacht der Schweizer noch einen umstrittenen Elfmeter - am Ende dürfen die Dortmunder dennoch doppelt jubeln.

Marwin Hitz dürfte an diesem Samstagabend zu den Menschen gehören, die eine maximale Erleichterung in sich spüren. Sein ziemlich schwacher Arbeitstag im Tor von Borussia Dortmund blieb nämlich folgenlos. Das Gegenteil ist sogar eigentlich der Fall. Dank eines kaum souveränen 3:2 (1:0)-Erfolgs gegen Fortuna Düsseldorf robbt sich der BVB bis auf zwei Punkte an Bundesliga-Tabellenführer FC Bayern heran, der seinen ersten Matchball im Kampf um die deutsche Fußball-Meisterschaft beim 0:0 in Leipzig vergab - inklusive Hoeneß'schem Ärger um ein wegen Abseits nicht gegebenes Tor der Münchener.

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"Wir haben jetzt eine Situation, dass die Bayern alles verlieren und wir alles gewinnen können", urteilte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watze. "Es gibt keinen Druck mehr für uns. Der Druck wandert weiter nach Süden." Das war während der 90 Minuten im ausverkauften Signal-Iduna-Park nicht unbedingt immer zu erwarten, was nicht nur an der schwachen Leistung des Teams, sondern auch an zwei Patzern von Hitz bei seinem erst vierten Pflichtspiel für die Dortmunder in dieser Saison lag. Der Schweizer rückte in die Startelf, weil Stammtorwart Roman Bürki wegen muskulärer Probleme nicht spielen konnte.

"Jetzt hauen wir noch einmal alles raus"

In der 47. Minute verursachte Hitz den Ausgleich zum 1:1. Ein eigentlich harmloser Kopfball von Fortunas Oliver Fink flutschte dem 31-Jährige durch die Arme. Eine Szene, die doch arg an den fatalen Fehlgriff von Bürki vergangene Woche beim bizarren 2:2 des BVB in Bremen erinnerte. Und nur zehn Minuten später, entschied Schiedsrichter Tobias Stieler auf Elfmeter. Nach einer Flanke aus dem Halbfeld rauschte Hitz mit Düsseldorfs Dodi Lukebakio zusammen. Der Belgier war knapp vor dem Torwart am Ball, eine umstrittene, aber wohl richtige Entscheidung. Der Strafstoßsache nahm sich der Gefoulte selbst an, schob den Ball aber lässig am Pfosten vorbei - es wäre das mögliche 2:2 gewesen. Die beiden Tore für die Dortmunder hatten zuvor Christian Pulisic (41.) in seinem letzten Heimspiel und Thomas Delaney (53.) erzielt.

Für den vorentscheidenden dritten Treffer sorgte Mario Götze in der 92. Minute, ehe Düsseldorf in der 95. Minute durch Dawid Kownacki noch einmal verkürzen konnte. Hitz war gegen den Aufsetzer des Stürmers absolut machtlos. "Die Vergangenheit zählt jetzt nicht mehr. Jetzt hauen wir noch einmal alles raus. Es kann alles passieren", versprach der eine Torschütze Götze, während der andere Torschütze Pulisic sagte: "Wir glauben immer dran und haben noch eine Chance, den Titel zu gewinnen."

Quelle: n-tv.de, tno

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