Fußball

Real, Inter und Galatasaray Was dem FC Bayern in Europa droht

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Endstation Achtelfinale: In der vergangenen Saison war der Fc Liverpool zu stark für Robert Lewandowski und den Fc Bayern.

(Foto: imago images / Eibner Europa)

Hammerauslosung, Todesgruppe? Ach ja. In der Champions League spielen nun einmal die besten 32 Fußballmannschaften des Kontinents. Wenn die Uefa heute losen lässt, sind mit dem FC Bayern, Borussia Dortmund, Bayer 04 Leverkusen und RB Leipzig vier Teams aus der Bundesliga dabei.

Für den FC Bayern als Top-Team des deutschen Champions-League-Quartetts beginnt in Monaco der nächste Angriff auf den Henkelpott. Der deutsche Fußballmeister ist bei der Auslosung der Gruppen an diesem Donnerstag (ab 18 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) als einzige deutsche Mannschaft im Topf der besten acht Teams gesetzt. Für Trainer Niko Kovac beschränkt sich der Favoritenkreis aber nicht auf die Teams in der ersten Lostrommel um Titelverteidiger FC Liverpool, den FC Barcelona und Manchester City, wie er vor der Zeremonie im Grimaldi Forum sagte. Möglich wäre im nicht ganz so günstigen Fall eine Gruppe mit Real Madrid, Inter Mailand und Galatasaray aus Istanbul. Statt des türkischen Spitzenklubs wäre auch der OSC Lille mit dem Ex-Münchener Renato Sanches ein potenzieller Gegner.

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Borussia Dortmund wurde von der Uefa in Topf 2 einsortiert. Der BVB wird somit auf jeden Fall einen starken Kontrahenten aus dem besten Topf zugelost bekommen. Möglich ist ein Wiedersehen mit den Ex-Trainern Jürgen Klopp oder Thomas Tuchel, denn der FC Liverpool und Paris Saint-Germain sind in Topf 1. Immerhin: Real und Atlético Madrid gehen die Dortmunder in der Gruppenphase aus dem Weg. Und auch der Tottenham Hotspur Football Club, gegen den in der vergangenen Saison im Achtelfinale Schluss war, ist erst einmal kein Thema. Bayer 04 Leverkusen in Topf 3 und RB Leipzig in Topf 4 müssen sich auf mehrere hochklassige Gegner einstellen.

Die ersten Partien finden am 17. und 18. September statt. Letzter Spieltag ist am 10. und 11. Dezember. Wieder ziehen die acht Gruppensieger und acht Gruppenzweiten ins Achtelfinale ein. Die Gruppendritten spielen in der ersten K.o.-Runde der zweitklassigen Europaliga. Für die Gruppenletzten ist die Europapokalsaison beendet. Das Endspiel findet am 30. Mai kommenden Jahres in Istanbul statt.

Reform als Hängepartie, keine Entscheidung vor EM

Apropos 2020: Eine Entscheidung über die umstrittene Reform der Champions League wird frühestens Ende kommenden Jahres fallen. Man rechne nicht mit einem Beschluss noch vor der EM 2020, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Uefa-Kreisen. Ursprünglich hatten der Verband und die European Club Association (ECA) eine Neuordnung für den Zyklus 2024 bis 2026 noch in diesem Jahr entscheidend auf den Weg bringen wollen.

Der Plan, die höchste kontinentale Spielklasse von 2024 an mit dann vier Achtergruppen statt acht Vierergruppen und deutlich mehr Spielen am Wochenende austragen zu wollen, war am massiven Widerstand von nationalen Ligen wie der Bundesliga und der englischen Premier League vorerst gescheitert. Kritisiert wurde besonders ein automatisches Startrecht für viele Vereine unabhängig ihres Abschneidens in der nationalen Liga.

Derzeit laufen die Diskussionen für eine Kompromisssuche. Uefa-Präsident Aleksander Ceferin hatte ein für den 11. September geplantes Treffen mit ECA-Chef Andrea Agnelli und Lars-Christer Olsson, dem Vorsitzenden der Ligen-Vereinigung, abgesagt. Das Treffen solle nachgeholt werden, wenn er denke, "dass wir bereit für eine sinnvolle Diskussion sind", schrieb Ceferin an Agnelli. Der Chef von Juventus Turin ist der Motor der Reformen.

Quelle: n-tv.de, sgi/dpa

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