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Was ein wilder Sieg in FreiburgManuel Neuer patzt, aber das interessiert den FC Bayern doch nicht

04.04.2026, 17:34 Uhr
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Manuel Neuer sah beim zweiten Gegentor in Freiburg nicht gut aus. (Foto: REUTERS)

Der FC Bayern rettet die Generalprobe für das erste Champions-League-Duell mit Real Madrid spät. Beim SC Freiburg gibt's einen hart erarbeiteten Sieg. Bayern-Torwart Manuel Neuer hält erst stark, patzt aber noch folgenschwer.

Die Spieler hüpften wild vor den feiernden Fans umher, den emotionalen Push vor dem Champions-League-Kracher bei Real Madrid kostete der FC Bayern voll aus. Bis in die Schlussphase war der Rekordmeister beim SC Freiburg klar auf der Verliererstraße, doch mit großer Moral drehte der souveräne Bundesliga-Spitzenreiter nach einem 0:2-Rückstand die Partie und feierte drei Tage vor dem Königsklassen-Duell bei Rekordsieger Real noch einen 3:2 (0:0)-Erfolg. "Das ist ein krasses, ein unbeschreibliches Gefühl. Ich habe den Ball reingeschossen, dann ging es ab", sagte Siegtorschütze Lennart Karl bei Sky und fügte an: "Das ist ein besonderer Sieg."

Tom Bischof (81./90.+2) traf nach den Toren von Johan Manzambi (46.) und Lucas Höler (71.) zweimal aus der Distanz zum Ausgleich. Es waren seine ersten Treffer im Bayern-Dress. Jung-Nationalspieler Karl sorgte auch ohne den angeschlagenen Harry Kane für den emotionalen Sieg (90.+9), es war bereits das 100. Saisontor der Münchner. Damit war auch der dicke Fehler von Torhüter Manuel Neuer beim Tor von Höler vergessen. "Das ist sehr enttäuschend. Ich bin schon lange im Verein, aber ich habe noch kein Spiel erlebt, in dem wir so gut gegen Bayern gespielt haben", sagte Höler.

Neuer bestritt sein erstes Spiel als 40-Jähriger. Der Torwart stand nach fast einem Monat Verletzungspause wieder zwischen den Pfosten. Neuer ist der elfte Profi, der in diesem Alter noch in der Eliteklasse aktiv war. Torjäger Kane fehlte wegen Sprunggelenk-Problemen. Zudem schonte Trainer Vincent Kompany mit Blick auf Madrid einige Stars. Dayot Upamecano, Alphonso Davies, Michael Olise und Konrad Laimer saßen zunächst auf der Bank.

Neuer guckt dem Führungstor nur hinterher

Die 34.700 Zuschauer im ausverkauften Freiburger Stadion sahen in der 5. Minute eine Unsicherheit Neuers, die Freiburgs Stürmer Höler in seinem 300. Pflichtspiel für den SC nicht nutzen konnte. Insgesamt taten sich die Gäste in der Anfangsphase schwer, waren mit dem Unentschieden zur Pause gut bedient. Zu Beginn des zweiten Durchgangs schienen die Bayern noch in der Kabine, als Manzambi aus der Distanz traf. Richtig gut sah Neuer, der zuvor mehrfach gut gehalten hatte, dabei nicht aus. Der Torwart schaute dem Ball nur hinterher. Kurz darauf konnte Höler gleich zwei Großchancen zum zweiten SC-Tor nicht nutzen (52./54.).

Danach hatte Kompany genug gesehen. In der 56. Minute kamen Olise, Laimer und Aleksandar Pavlovic. Wenige Sekunden nach seiner Einwechslung vergab Olise frei vor dem SC-Tor. In der Folge erhöhten die Münchner die Schlagzahl, Jamal Musiala kam als zusätzliche Offensivkraft in der 65. Minute. Stattdessen traf aber Höler nach einer Ecke - wieder sah Neuer nicht gut aus. Doch dann schlüpften die Bayern in den Blaumann, wurden von Minute zu Minute stärker und erdrückten die völlig ausgepumpten Gastgeber.

Der eingewechselte Michael Olise prüfte den starken Atubolu (77.), Bischof traf mit einem Flachschuss ins linke Eck und machte es noch mal spannend. In der Nachspielzeit traf der Defensivmann auch zum 2:2, ehe Karl aus kurzer Distanz sogar noch nachlegte und die dramatische Partie vollends drehte.

Quelle: ntv.de, tno/sid/dpa

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