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+ Fußball, Transfers, Gerüchte + Werder Bremen steht erneut im Minus

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Werder Bremen versammelt einmal mehr seine Mitglieder, ohne große Erfolge vermelden zu können

(Foto: imago/nph)

Nicht nur sportlich läuft es an der Weser bescheiden: Werder Bremen hat das vierte Jahr in Folge einen Millionen-Verlust hinnehmen müssen. Der AC Mailand verliert für mehrere Monate Star-Stürmer Balotelli.

Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat im vierten Jahr in Folge einen herben finanziellen Verlust erlitten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschafteten die Hanseaten ein Minus von 5,9 Millionen Euro. Das gab Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung, am Abend auf der Werder-Mitgliederversammlung bekannt. Im Vorjahr hatte das Minus 10,1 Millionen Euro betragen. Durch den neuesten Verlust schrumpften die Rücklagen von einst knapp 60 auf nur noch zwei Millionen Euro weiter zusammen. Werder will den Sturz in die Schuldenfalle unbedingt verhindern. Dafür hat der Tabellen-14. zuletzt seinen Gehaltsetat noch einmal gesenkt und die Einnahmen etwa im Sponsoring erhöht. (shu)

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Balotelli fällt monatelang aus

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Eine Schambeinentzündung setzt Mario Balotelli außer Gefecht.

(Foto: imago/Insidefoto)

Der italienische Fußball-Traditionsklub AC Mailand muss langfristig auf Skandalstürmer Mario Balotelli verzichten. Der 25 Jahre alte Nationalspieler Italiens wird noch in dieser Woche wegen einer Schambeinentzündung operiert und rund drei Monate ausfallen.
Balotelli war im August nach einem enttäuschenden Gastspiel beim FC Liverpool auf Leihbasis nach Mailand zurückgekehrt und hatte in den vergangenen Wochen fußballerisch wieder auf sich aufmerksam gemacht. Die italienische Presse lobte ihn ausdrücklich. (kbe)

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Weiser fehlt U21 gegen Österreich

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Der Herthaner Mitchell Weiser muss eine Verletzung am Sprunggelenk auskurieren.

(Foto: imago/Sven Simon)

Der Berliner Mitchell Weiser fällt für das wohlmöglich entscheidende EM-Qualifikationsspiel der deutschen U21-Nationalmannschaft am Dienstag gegen Österreich aus. Der 21 Jahre alte Profi von Hertha BSC zog sich in der Vorbereitung einen Außenband-Teilabriss im Sprunggelenk zu, wie der DFB am Montag mitteilte. Die deutschen Junioren von Trainer Horst Hrubesch spielen in Fürth um die Tabellenspitze in der Gruppe 7. Weiser hatte beim 2:1 gegen Aserbaidschan am vergangenen Freitag sein Debüt in der U21 gegeben. (kbe)

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Maradona unterzieht sich erneut Magen-OP

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Fußballikone Diego Maradona braucht eine Magenverkleinerung.

(Foto: REUTERS)

Argentiniens Fußball-Ikone Diego Armando  Maradona hat sich erneut einer Magen-Operation unterzogen. Am  vergangenen Wochenende ließ sich der 55-Jährige in Maracaibo in  Venezuela seinen Magen verkleinern - wie schon vor zehn Jahren, um  sein chronisches Übergewicht zu reduzieren. 

Der Eingriff sei erfolgreich verlaufen, teilten die behandelnden  Ärzte mit. "Es ist schon wieder auf den Füßen und guten Mutes",  sagte der Chirurg Carlos Felipe Chaux. Der Kapitän der  argentinischen Weltmeistermannschaft von 1986 muss für eine  vollständige Genesung aber noch mindestens zwölf Tage in Venezuela bleiben.

Nach seiner glorreichen Fußball-Karriere sorgte Maradona oft für  Negativschlagzeilen wegen seiner Drogenprobleme, der ungesunden Lebensart und privaten Streitigkeiten. (jki)

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Fußball-Idol gegen EM 2016 in Frankreich

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Laut Just Fontaine sollte Frankreich auf die Euro 2016 verzichten.

(Foto: picture alliance / dpa)

Nach den Terroranschlägen von Paris hat die französische Fußball-Ikone Just Fontaine mit drastischen Worten gefordert, die EURO 2016 nicht in Frankreich auszutragen. "Ich denke, Frankreich sollte auf das Championat verzichten. Jedes andere Land kann die EM ausrichten, nur nicht wir", sagte der 82-Jährige der Tageszeitung Die Welt. Die Worte würden ihm das Herz brechen, "aber ich finde, wir können die Sicherheit nicht garantieren, die es braucht, um solch eine große Veranstaltung auszurichten. Ich habe große Angst davor, dass sich der schwarze Freitag wiederholt".

Der ehemalige Nationalspieler Fontaine, der mit seinen 13 erzielten Toren bei der WM-Endrunde 1958 in Schweden noch immer den Rekord für Treffer in einem Turnier hält, erlebte die Geschehnisse am vergangenen Freitag im Stade de France von St. Denis. Vier Stunden hatte er nach dem Länderspiel zwischen Frankreich und Deutschland (2:0) noch im Stadion verharren müssen, "und seither fühle ich mich hundeelend. Ich bin so traurig wie noch nie in meinem Leben".

Dass die Equipe Tricolore am Dienstag (21.00 Uhr) in England antreten wird, befürwortet Fontaine. Spiele im Stade de France allerdings sollten seiner Meinung nach aber nicht mehr ausgetragen werden. "Momentan kann ich mir nicht vorstellen, dass die Menschen dort wieder hinströmen. Die Angst wird wiederkommen, wenn man dort hingeht", sagte er: "Man sollte das Stadion zu einem Denk- und Mahnmal umfunktionieren, dass so etwas wie am 13. November nie wieder passieren darf." (jki)

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Löw muss auf sechs Spieler verzichten

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Am Dienstag spielt die DFB-Elf gegen die Niederlande.

(Foto: dpa)

Ohne ein Spieler-Sextetts um Kapitän Bastian Schweinsteiger muss Bundestrainer Joachim Löw im Länderspiel gegen die Niederlande am Dienstag (ab 20:45 Uhr im n-tv Liveticker) in Hannover eine Ausweichstrategie erarbeiten. Vor Torhüter Ron-Robert Zieler, der in Vertretung von Manuel Neuer wohl ein Heimspiel bestreiten darf, wird eine völlig neu formierte Viererkette erwartet. Der Dortmunder Matthias Ginter könnte wie im Verein auf rechts, Liverpools Emre Can links verteidigen. Das Zentrum sollen die Weltmeister Shkodran Mustafi und Mats Hummels dicht machen.

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Der angeschlagene Abwehrchef Jerôme Boateng erhält ebenso eine Pause wie Neuer, Schweinsteiger, Jonas Hector und Lukas Podolski. Leroy Sané, der beim von der Anschlag-Serie in Paris überschatteten Länderspiel gegen Frankreich (0:2) sein Debüt gegeben hatte, reiste zur U21-Nationalmannschaft. Wegen der fehlenden Akteure muss Löw auch sein Mittelfeld umbauen. Weltmeister Christoph Kramer dürfte an der Seite von Sami Khedira Spielführer Bastian Schweinsteiger ersetzen. Davor werden neben Thomas Müller rechts der Dortmunder Ilkay Gündogan in der Mitte und André Schürrle links erwartet. Im Sturm sollte Mario Gomez eine weitere Chance erhalten. (lsc)

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DFB prüft Sicherheitskozept für EM 2016

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Nach dem Freundschaftspiel zwischen Deutschland und Frankreich drangen die Neuigkeiten zu den Anschlägen in Paris ins Stadion durch.

(Foto: imago/Revierfoto)

Nach den Terrorangriffen von Paris will der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sein Sicherheitskonzept für die Nationalmannschaft bei der EM 2016 in Frankreich auf den Prüfstand stellen. "Natürlich müssen wir uns auch beim DFB Gedanken über erweiterte Sicherheitsmaßnahmen bei der EM machen", sagte DFB-Interimspräsident Rainer Koch der "Bild"-Zeitung. Die deutschen Weltmeister hatten wegen der Attacken am Freitagabend die Nacht nach dem Länderspiel in Frankreich in den Katakomben des Stade de France verbringen müssen. "Für die Franzosen wird die Sicherheit bei der EM eine sehr große Herausforderung", befand Koch.

Auch DFB-Sicherheitschef Hendrik Große-Lefert sieht diese Frage vor der Europameisterschaft im kommenden Jahr als gewichtiger denn je. "Es ist ganz klar, dass dieser Vorfall in der Planung aller weiteren Dinge berücksichtigt werden muss. Insofern hat es natürlich großen Einfluss auf das weitere Verfahren", sagte Große-Lefert der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Er warnte indes: "Hundertprozentige Sicherheit kann es im gesellschaftlichen Raum eben nie geben, das sollte jedem bewusst sein." (lsc)

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Raúls Karriere endet mit Titelgewinn

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Raúl lässt sich zum Abschied feiern.

(Foto: REUTERS)

Zum Karriereende holt er einen letzten Titel: Der ehemalige spanische Nationalspieler und Schalker Bundesligaprofi Raúl gewann mit New York Cosmos das Endspiel der zweitklassigen North American Soccer League (NASL) 3:2 (1:0) gegen den Ottawa Fury FC. "Ich bin glücklich und traurig zugleich. Ich bin sehr stolz auf das, was ich in meiner Karriere erreicht, was ich während dieser vergangenen Jahre getan habe", sagte der 38-Jährige, der ankündigte, "ein neues Leben mit neuen Projekten" zu beginnen. In seinem letzten Spiel bereitete Raúl den dritten Treffer von Gaston Cellerino (85.) vor. Der Argentinier erzielte auch die beiden anderen Tore von New York (8. und 72.) und avancierte zum Matchwinner. Für Ottawa traf Tom Heinemann (70./90.) doppelt. "Es ist wie ein Traum für mich", sagte Raúl nach seinem letzten Spiel.

Der Stürmer war zu Saisonbeginn zum amerikanischen Traditionsklub gewechselt. Er begann seine glanzvolle Laufbahn 1994 bei Real Madrid und blieb dort 16 Jahre. Er führte den Klub unter anderem zu sechs Meisterschaften und drei Champions-League-Titeln. 2010 wechselte er in die Bundesliga zu Schalke 04 und holte mit den Königsblauen 2011 den DFB-Pokal. Danach wagte Raúl einen Ausflug nach Katar zum Al-Sadd Sports Club. (lsc)

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Ajax lässt Klubikone Cruyff gehen

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Johann Cruyff packt seine Sachen.

(Foto: AP)

Klubikone Johan Cruyff steht dem niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam nicht mehr als Berater zur Verfügung. Grund für den Rückzug ist aber nicht die Lungenkrebserkrankung des 68-Jährigen, sondern der Rauswurf von Wim Jonk. Dieser hatte die Ajax-Fußballschule "De Toekomst" (Die Zukunft) nach Cruyffs Plänen geleitet. "Seit Jahren stelle ich fest, dass der Kern meiner Vision bei Ajax nicht ausgeführt wird. Dabei habe ich immer mehr das Gefühl erhalten, dass das bewusst geschieht. Und an Spielchen beteilige ich mich nicht", schrieb Cruyff in der Tageszeitung "De Telegraaf".

Jonk hatte die Transferpolitik des Vereins kritisiert. Dadurch würde seine Arbeit erschwert. Gegen die Auflösung seines Vertrages hat er arbeitsrechtliche Schritte eingeleitet. "Es kann nicht sein, dass jemand, der Missstände anspricht, gehen muss und der Rest unter meinem Namen den eingeschlagenen Weg weitergeht", so Cruyff, der die Klubführung stark kritisierte: "Vielleicht sollte man alle Aktien aufkaufen, um so wieder zu unserer eigenen Klubkultur zurückzukehren, mit einem Vorsitzenden, der weiß, wofür er sich einsetzen muss." Der in Amsterdam geborene Cruyff begann seine Karriere 1969 bei Ajax. Insgesamt war er 16 Jahre lang als Spieler und drei Jahre als Trainer für den Verein aktiv. (lsc)

Quelle: n-tv.de

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