Fußball

"Oh, wie ist das schön" Werder Bremen trennt sich von Trainer Nouri

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Aus und vorbei: Alexander Nouri.

(Foto: imago/Nordphoto)

Fußball-Bundesligist SV Werder Bremen trennt sich von Alexander Nouri. Das bestätigt der Verein. Die Bremer warten nach dem 0:3 gegen den FC Augsburg weiter auf den ersten Sieg in dieser Saison. Die Fans im Weserstadion reagieren am Sonntag mit Sarkasmus.

Fußball-Bundesligist SV Werder Bremen hat auf die Talfahrt reagiert und sich von Trainer Alexander Nouri getrennt. Das teilte der Verein mit. Zuerst hatte die "Sport-Bild" darüber berichtet. Werders Ko-Trainer Markus Feldhoff, der ebenfalls entlassen wurde, hatte zudem der "Bild"-Zeitung die Trennung bestätigt: "Es ist nachvollziehbar. Ich gehe als Werder-Fan."

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Die Norddeutschen hatten am Sonntag ihr Heimspiel gegen den FC Augsburg mit 0:3 (0:2) verloren und warten nach zehn Spieltagen weiter auf den ersten Sieg. Zudem hat Werder erst drei Tore erzielt. Nouri wurde am Morgen vor dem Training der Mannschaft über die Freistellung unterrichtet. Der 38-Jährige verabschiedete sich anschließend vom Team. "Alex hat in der vergangenen Saison eine sehr schwere Aufgabe übernommen und sie erfolgreich gemeistert. Dafür möchten wir uns bedanken. Er bringt alles mit, was einen erfolgreichen Trainer ausmacht. Ich bin sicher, dass er seinen Weg erfolgreich an anderer Stelle fortsetzen wird", sagte Bremens Geschäftsführer Frank Baumann.

Die Vorbereitung auf das Spiel gegen Eintracht Frankfurt am kommenden Freitag (ab 20.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) übernimmt Werders U23-Trainer Florian Kohfeldt. Er wird unterstützt von seinem aktuellen Co-Trainer Thomas Horsch und von U 17-Co-Trainer Tim Borowski. "Wir sind der Überzeugung, dass dieses Trainerteam in den kommenden Tagen einen wichtigen Impuls setzen kann und die Verunsicherung in der Mannschaft auflösen kann", sagte Baumann.

"Deutscher Meister wird nur der SVW"

Nouri ist nach Andries Jonker, der den VfL Wolfsburg verlassen musste, und Carlo Ancelotti, der beim FC Bayern München vin Jupp Heynckes abgelöst wurde, der dritte Trainer in der laufenden Saison, der seinen Posten räumen muss. Der 38 Jahre alte Nouri hatte im September 2016 die Nachfolge von Viktor Skripnik angetreten. Baumann hatte sich am Sonntagabend entsetzt von der Leistung der Mannschaft gezeigt und gesagt: "Ich kann und möchte keine Jobgarantie so kurz nach dem Spiel geben."

Seit 484 Minuten ist Werder in der Liga ohne Tor. Entsprechend verhagelt war Baumanns Stimmung. "Wenn wir der Überzeugung sind, dass Alex nicht mehr die beste Lösung ist und ein anderer Trainer die schwierige Situation besser lösen kann, haben wir die Verantwortung für den Verein, solche Entscheidungen auch zu treffen", sagte er. Nouri war sich der prekären Lage derweil bewusst. "Wir müssen uns bei jedem einzelnen Fan entschuldigen. Ich kann die Reaktionen der Fans nachvollziehen, die Enttäuschung ist groß."

Die Fans des SV Werder reagierten in der letzten halben Stunde bei der Niederlage gegen Augsburg mit einer Mischung aus Frust und Sarkasmus. Neben den "Nouri raus"-Rufen waren im Weserstadion immer wieder auch Gesänge wie "Oh, wie ist das schön" und "Deutscher Meister wird nur der SVW" zu hören. "Wir verstehen den Unmut, die Enttäuschung. Wir sind ja selber enttäuscht", kommentierte Werders Kapitän Zlatko Junuzovic die skurrile Atmosphäre.

Quelle: n-tv.de, sgi/sid

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