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Trainerdiskussionen beim HSV Wolf soll gehen - und Labbadia kommen?

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Muss beim Hamburger SV wohl seinen Platz räumen: Noch-Trainer Hannes Wolf.

(Foto: imago images / Michael Schwarz)

Die Tage von Hannes Wolf als Trainer des Hamburger SV scheinen gezählt. Nach dem beim SC Paderborn krachend vergeigten Aufstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga sieht sich der Klub offenbar schon nach einem Nachfolger um. Ein Name sticht dabei besonders hervor.

Wenn der Hamburger SV am Sonntag in der 2. Fußball-Bundesliga sein letztes Spiel in dieser verkorksten Saison bestreitet, wird das für Hannes Wolf voraussichtlich der Abschied sein. Medienberichten zufolge steht der Trainer bei den Hanseaten vor dem Aus. Das "Hamburger Abendblatt" schreibt gar, dass "eine Beurlaubung Wolfs intern beschlossene Sache" sei. Der Grund: Nach dem bitteren 1:4 beim SC Paderborn, dem achten Spiel in Serie ohne Sieg, hat der HSV auch in seiner Heimpartie gegen den abgestiegenen MSV Duisburg keine realistische Chance mehr, noch in dieser Spielzeit in die erste Liga zurückzukehren.

Der Rückhalt für Wolf schwindet seither deutlich. Investor Klaus-Michael Kühne etwa, der 20,57 Prozent der Anteile an der HSV Fußball AG hält, hatte sich nach der Niederlage in Paderborn öffentlich darüber beklagt, dass der Klub bereits im Februar seine Empfehlung ignoriert habe, Wolf zu entlassen. Dem wird die sportliche Führung nun wohl mit reichlich Verspätung folgen. Zwar sagte Sportchef Ralf Becker, von ihm gebe es nach dem Verpassen des Saisonziels "keine neue Erkenntnis". Doch eine Jobgarantie sprach er Wolf auch nicht aus.

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Noch Mitte Januar hatte Becker bei der Mitgliederversammlung des Klubs gesagt: "Sie können es jetzt aufschreiben. Hannes Wolf ist in zwölf Monaten noch Trainer des HSV." Nun sollen dem NDR zufolge am Montag Krisenrunden im Volksparkstadion stattgefunden haben. Wolf besitzt beim HSV noch einen Vertrag bis 2020. Eine Abfindung würde dem mit rund 85 Millionen Euro verschuldeten Klub somit eine weitere zusätzliche Kostenstelle bescheren. Sportchef Becker soll dem Bericht des "Hamburger Abendblatts" zufolge auch bereits erste Gespräche mit potenziellen Wolf-Nachfolgern geführt haben. Unter den Kandidaten sollen der ehemalige Stuttgart-Trainer Alexander Zorniger, der scheidende Gladbacher Coach Dieter Hecking und der Ex-BVB-Trainer Peter Stöger sein.

Ein Name sticht aus dem Ensemble aber heraus: Offenbar steht auch Bruno Labbadia auf der HSV-Trainerwunschliste. Der 53-Jährige verlässt seinen aktuellen Klub VfL Wolfsburg zum Saisonende und trainierte die Rothosen erstmals bereits von 2009 bis 2010. Bei seinem zweiten Engagement als HSV-Trainer gelang ihm jeweils der Klassenerhalt.

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Kennt sich im Volksparkstadion aus: Bruno Labbadia.

(Foto: imago/Philipp Szyza)

Ob er nun bereit für das "Triple" ist? "Ich bin mittlerweile in einem Alter, in dem ich nur noch das machen will, worauf ich Lust habe", hatte er zu Beginn dieses Jahres in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur gesagt und betont, dass er "auf Abstiegskampf keinen Bock mehr" habe: "Ich will nach Möglichkeit wieder dahin zurück, wo ich am Anfang meiner Karriere weitestgehend war: nach oben", sagte er. Zwar bezogen sich diese Aussagen noch auf seinen damaligen Klub VfL Wolfsburg. Doch auch der HSV dürfte in der zweiten Zweitliga-Saison seiner Klubgeschichte mit Labbadias angestrebter Richtung mehr als einverstanden sein.

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Quelle: n-tv.de, cri/sid/dpa

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