Fußball

"Zu 99,9 Prozent" sicher Zwei weitere Kölner Fußballer hatten Corona

Auf der Eckfahne ist das Logo des 1. FC Köln zu sehen. Foto: Christophe Gateau/dpa

Auf der Eckfahne ist das Logo des 1. FC Köln zu sehen. Foto: Christophe Gateau/dpa

(Foto: Christophe Gateau/dpa)

Vier Spieler des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln waren bereits mit dem Coronavirus infiziert. Nach den beiden Anfang Mai bekannt gewordenen Fällen ergeben Antikörper-Tests nun zwei weitere Nachweise auf eine Erkrankung. Beide Spieler seien symptomfrei geblieben, wann sie sich infiziert hatten, ist unklar.

Beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln hat es laut Geschäftsführer Alexander Wehrle "zu 99,9 Prozent" zwei weitere Corona-Fälle gegeben. Dies habe sich durch Antikörper-Tests ergeben, sagte der 45-Jährige im Interview mit dem Klub-Magazin "GeißbockEcho". Gegenüber der Zeitung "Express" erklärte Wehrle: "Der Zeitpunkt lässt sich dabei nicht bestimmen. Ich kann nur sagen, dass auch diese beiden betroffenen Spieler symptomfrei geblieben sind."

Der 1. FC Köln hatte noch vor der Entscheidung über den Neustart der Liga drei positive Corona-Tests vermeldet, was zu hitzigen Diskussionen, auch aus den eigenen Reihen, über das Hygiene-Konzept der Deutschen Fußball-Liga geführt hatte. Betroffen waren Anfang Mai zwei Spieler und ein Betreuer. Wie der Bundesligist damals mitgeteilt hatte, war das Trio in enger Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt in eine 14-tägige Quarantäne geschickt worden. Der Trainingsbetrieb in Gruppen konnte aber aufgrund der zuvor bereits praktizierten Infektionsschutzmaßnahmen dennoch wie geplant weiterlaufen.

"Wir hatten ja schon zwei positiv getestete Spieler, die fünf Tage später negativ getestet wurden. Darüber hinaus haben Antikörper-Tests ergeben, dass insgesamt vier Spieler bereits über Antikörper verfügen - also zwei weitere neben den positiv getesteten", zitierte der "Express" Wehrle nun aus dem Magazin.

Er glaubt übrigens auch, dass "durch die Tests in der Bundesliga ein wichtiger wissenschaftlicher Beitrag geleistet werden" kann. Es würden rund 1500 Personen bundesweit über acht Wochen hinweg getestet. Wehrle: "Auf unseren Kader gesehen sind es also rund 15 Prozent der Spieler, die Antikörper aufweisen. Das sehe ich als interessantes Detail. Ich bin überzeugt, dass am Ende eine Feldstudie über alle Tests der Bundesliga sehr wichtige Informationen bezüglich der Virenlast und ihrer Entwicklung liefern wird."

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid