Fußball-WM 2018

Harte Strafe für Uruguays Stürmer Fifa sperrt Suárez nach Beiß-Attacke

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Luis Suárez will "nur das Gleichgewicht verloren" haben.

(Foto: imago/AFLOSPORT)

Für Uruguays Starstürmer Luis Suárez bleibt der Biss in die Schulter seines Gegenspielers im Spiel gegen Italien nicht folgenlos. Die Fifa verhängt eine monatelange Sperre gegen den Fußball-Profi. Zudem muss er eine Geldstrafe bezahlen.

Keine Gnade für den "Vampir": Für Uruguays Starstürmer Luis Suárez ist die WM in Brasilien wegen seiner schändlichen Beiß-Attacke vorzeitig beendet. Die Disziplinarkommission des Fußball-Weltverbandes Fifa gab eine Neun-Spiele- sowie eine Vier-Monats-Sperre für den 27-Jährigen bekannt. "So ein Verhalten kann auf keinem Fußball-Platz toleriert werden", sagte der Chef der Fifa-Disziplinarkommission, Claudio Sulser.

Damit steht der Angreifer seinem Team selbst im Falle eines Finaleinzugs am 13. Juli in Rio de Janeiro nicht zur Verfügung. Doch nicht nur das: Er darf auch bis Ende Oktober nicht für den FC Liverpool spielen. Suárez wurde zudem zu einer Geldstrafe von 100.000 Schweizer Franken (82.000 Euro) verurteilt.

Kein Aufschub durch Einspruch

Es ist jedoch wahrscheinlich, dass sich der uruguayische Fußball-Verband gegen die Entscheidung wehren wird. Selbst das kann aber ein WM-Aus für den Stürmer nicht verhindern: Ein Einspruch gegen das Urteil hat keine aufschiebende Wirkung. Die Sperre greif somit erstmals im Achtelfinale am Samstag gegen Kamerun.

Mit einem persönlichen Schreiben an den Weltverband hatte Suárez zuvor versucht, die Entscheider gnädig zu stimmen. Der uruguayische Fußball-Verband soll der Fifa einen 17-seitigen Bericht und mehrere Videos von Unsportlichkeiten anderer WM-Spieler vorgelegt haben, die den Fall Suárez relativieren sollten.

Der umstrittene Stürmer hatte bereits 2010 bei Ajax Amsterdam und im Vorjahr beim FC Liverpool Gegenspieler gebissen und Sperren von sieben beziehungsweise zehn Spielen von den nationalen Verbänden erhalten. Wegen seiner rassistischen Bemerkungen gegen den Franzosen Patrice Evra von Manchester United wurde er 2011 für acht Spiele verbannt.

Quelle: n-tv.de, fma/sid/dpa

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