Fußball-WM 2018

"Ich musste die Klappe halten" Iran-Coach Queiroz attackiert Ivankovic

105974101.jpg

Carlos Queiroz: "Vier Jahre musste ich die Klappe halten, aber jetzt ist die Zeit, es ihm direkt zu sagen."

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Remis gegen Portugal, ein Sieg über Marokko: Der Iran hat bei der Fußball-WM in Russland den erstmaligen Einzug ins Achtelfinale verpasst. Für Coach Queiroz wäre mehr drin gewesen. Er wettert gegen einen Kroaten.

Irans Nationaltrainer Carlos Queiroz hat nach dem WM-Aus seines Teams in harten Worten mit dem früheren Bundesligacoach Branko Ivankovic abgerechnet. Der Portugiese warf dem Trainer des iranischen Fußball-Meisters Persepolis unter anderem vor, Spieler nicht für frühzeitige Trainingslager abgestellt zu haben.

"Du hast den Erfolg des iranischen Teams aufs Spiel gesetzt, du hast alle Konzepte und Pläne aufs Spiel gesetzt. Ich spreche direkt zu Mister Branko und allen Menschen, die ihn unterstützen", sagte Queiroz in seiner Tirade im iranischen Fernsehen. Ivankovic trainierte vor knapp 20 Jahren Hannover 96 und war auch lange für das iranische Nationalteam verantwortlich.

Der Kroate habe seine Mannschaft mit seinen Aktionen beleidigt, boykottiert und vergiftet, wetterte Queiroz auf englisch. "Ich sage einfach die Wahrheit. Vier Jahre lang musste ich die Klappe halten, aber jetzt ist die Zeit, es ihm direkt zu sagen."

Mit einem Sieg gegen Marokko und einem Unentschieden gegen Portugal hatte der Iran in der Vorrundengruppe B mit Spanien nur knapp seinen ersten Achtelfinaleinzug seiner WM-Geschichte verpasst. Queiroz hatte mehrfach vor und während der WM die schwierigen Bedingungen und mangelnde Unterstützung aus der Liga beklagt.

Quelle: ntv.de, bad/dpa

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.