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"Bin ich ganz schön gestorben"Abgehängt und müde: Deutsche Biathleten komplett chancenlos

13.02.2026, 16:16 Uhr
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David Zobel und die anderen deutschen Biathleten konnten vorne nicht mitmischen. (Foto: picture alliance/dpa)

Ein Schuss daneben, viel Rückstand: Selbst der beste Deutsche bleibt beim Biathlon-Sprint gegen die Spitzengruppe chancenlos. Für die Verfolgung am Sonntag sieht es schwarz aus, nur einer hat noch eine kleine Chance.

Auch mit einem perfekten Schießen hätte Philipp Horn keine Chance auf eine Olympia-Medaille gehabt. Obwohl der 31-Jährige nur eine Scheibe stehen ließ, der berühmt-berüchtigte letzte Schuss wollte nicht ins Schwarze, landete der Thüringer im Biathlon-Sprint von Antholz als bester Deutscher auf Rang zehn. Aber selbst ohne Strafrunde hätte es der eigentlich laufstarke Horn nicht unter die Top drei geschafft.

"Die letzte Runde war nicht genug im Tank, da bin ich ganz schön gestorben", sagte Horn in der ARD. "Der letzte Fehler ärgert mich brutal, beim letzten Schießen war ich schon wieder ein bisschen auf der Strecke."

Norweger holt nach Seitensprung-Interview Bronze

Zu stark war die Konkurrenz: Allen voran der überragende Franzose Quentin Fillon Maillet, der dank der zweitbesten Laufzeit die ebenfalls fehlerfreien Norweger Vetle Sjaastad Christiansen (+13,7 Sekunden) und Sturla Holm Laegreid (+15,9 Sekunden) auf die weiteren Medaillenränge verwies. Laegreid hatte bereits im Einzel über 20 Kilometer Bronze gewonnen und danach mit einem Interview für Aufsehen gesorgt, als er vor TV-Kameras einen Seitensprung beichtete.

Nach zehn Kilometern hatte Horn ganze 1:09,2 Minuten Rückstand auf den neuen Olympiasieger. Und das bei nur einer Strafrunde, die gut 22 bis 23 Sekunden kostet. In der Laufzeit kassierte er von Maillet fast 43 Sekunden, dabei liegen ihm die Strecken in der Höhe von 1600 Metern. "Im Ziel war ich bei den Zeiten schon ein bisschen geschockt", sagte Horn.

Er ist damit dennoch der einzige Deutsche, der in der Verfolgung am Sonntag (11.15 Uhr/ARD, Eurosport und im ntv.de-Liveticker) noch Chancen auf eine gute Platzierung hat. "Mit einem guten Schießen ist noch was möglich", sagte Horn, der sich nach dem schlechten Einzel als 40. und sechs Fehlern aber rehabilitierte.

Männer chancenlos, was machen die Frauen?

Insgesamt war das deutsche Team chancenlos und blieb hinter den Erwartungen zurück. Der Freitag, der 13., brachte auch Philipp Nawrath kein Glück. An seinem 33. Geburtstag war der Allgäuer nach drei Strafrunden als 26. (+1:52,9 Minuten) der Schlechteste des DSV-Quartetts. "Das Schießergebnis ist nicht das, was ich mir vorgenommen hatte, drei Fehler sind viel zu viel. Auch läuferisch war ich hinten raus nicht mehr so frisch", sagte Nawrath. Der Einzel-Vierte hatte zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärter gehört.

Auch für David Zobel als 19. (+1:41,8 Minuten) und Justus Strelow als 23. (+1:46,4 Minuten) geht es im Jagdrennen nur noch um Ergebniskosmetik. "Es war ein solides Rennen, nicht besonders gut. Die Ausgangsposition für den Verfolger ist nicht ganz leicht. Ich hoffe, dass ich mich mit Schießen noch nach vorn verbessern kann", sagte Strelow.

Die zuvor letzte deutsche Olympia-Medaille im Sprint der Männer hatte Arnd Peiffer mit Gold 2018 in Pyeongchang geholt. Vor vier Jahren in Peking war Benedikt Doll beim Olympiasieg des Norwegers Johannes Thingnes Bö als Achter der beste Deutsche gewesen.

Die deutschen Frauen kämpfen am Samstag (14.45 Uhr/ARD, Eurosport und im ntv.de-Liveticker) im Sprint um die nächsten Medaillen. Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß gehört erneut zu den Mitfavoritinnen und führt das Quartett an, zu dem auch die Einzel-Vierte Vanessa Voigt sowie Janina Hettich-Walz und Olympia-Debütantin Julia Tannheimer gehören.

Quelle: ntv.de, dbe/dpa

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