Olympia

Neuer Dopingfall bei Olympia Auch russische Bobpilotin positiv getestet

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Nadescha Sergejewa (l.) wurde bei den Winterspielen positiv auf ein verbotenes Herzmittel getestet.

(Foto: AP)

Mit Bobpilotin Nadeschda Sergejewa wird bei den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang eine zweite russische Athletin positiv auf Doping getestet. Das räumt der russische Verband ein. Derweil gibt es Gerüchte über einen "Fahnen-Deal" mit dem IOC.

Bei den Winterspielen in Pyeongchang gibt es eine weitere positive Dopingprobe in der Mannschaft "Olympische Athleten aus Russland". Wie der russische Bob-Verband bestätigte, wurde Pilotin Nadescha Sergejewa am 18. Februar positiv auf ein verbotenes Herzmittel getestet. Die B-Probe steht offenbar noch aus. 

"Der Test der Bob-Pilotin der russischen Nationalmannschaft ergab ein positives Ergebnis auf ein Herzmittel, das auf der Liste der verbotenen Substanzen enthalten ist", hieß es auf der Verbandsseite: "Ein paar Tage davor, am 13. Februar, war ihr Test sauber. Das medizinische Personal der Nationalmannschaft hat der Sportlerin das Mittel nicht verschrieben. Der Bob-Verband Russlands  und die Athletin selbst sind sich des Ausmaßes ihrer Verantwortung und der Auswirkungen des Vorfalls auf das Schicksal des gesamten Teams bewusst."

Zuvor hatte schon Verbandspräsident Alexander Subkow der Zeitung "Sport Express" den positiven Test bestätigt. Der ehemalige Bob-Pilot Subkow, der seine beiden Olympiasiege von Sotschi 2014 wegen Dopings aberkannt bekommen hatte und lebenslang für Olympia gesperrt ist, hatte noch keine Angaben zur gefundenen Substanz gemacht.

Sergejewa ist der zweite Dopingfall für die "Olympischen Athleten aus Russland" in Pyeongchang, nachdem zuvor der Curler Alexander Kruschelnizki positiv auf das verbotene Herzmittel Meldonium getestet worden war. Er musste seine Bronzemedaille wieder abgeben. Im Fall von Sergejewa wäre eine Korrektur des Medaillenspiegels nicht notwendig. Die 30-Jährige hatte im Zweier-Wettbewerbs zusammen mit Anschieberin Anastasia Kocherschowa den zwölften Platz belegt.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wollte sich zunächst nicht zu den Berichten über den Dopingverdacht äußern. Auch von der Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sport-Gerichtshofs Cas in Pyeongchang gab es noch keine Stellungnahme.

Am Samstag will die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees entscheiden, ob die Russlands Suspendierung aufgehoben wird und das Land unter eigener Flagge bei der Schlussfeier einlaufen darf. Kurz vor Entscheidung gibt es in Pyeongchang Gerüchte um einen "Fahnen-Deal", um eine Rehabilitation Russlands unter Auflagen. Demnach könnte die IOC-Exekutive Russlands NOK wieder zulassen, dies aber an Bewährungsauflagen knüpfen. So könnten mögliche Verstöße russischer Athleten besonders hart bestraft werden.

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Quelle: n-tv.de, cwo/dpa/sid

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