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Russischer Doping-Fall bestätigt Sportgericht schließt Curler von Olympia aus

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Das verheiratete Curling-Team der OAR sorgte für eine romantische Geschichte. Diese bekommt nun einen bitteren Beigeschmack.

(Foto: dpa)

Der Doping-Fall des Curlers Alexander Kruschelnizki ist offiziell. Seine B-Probe weist ein verbotenes Mittel auf. Der Sportgerichtshof schließt den Russen deshalb von Olympia aus. Der Medaillenverlust betrifft aber nicht nur ihn, sondern auch seine Ehefrau.

Der Dopingfall des russischen Curlers Alexander Kruschelnizki ist offiziell. Die Doping-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofes Cas bestätigte, dass Kruschelnizki auch in der B-Probe positiv auf das verbotene Herzmittel Meldonium getestet worden sei. Der Cas schloss ihn von den Spielen aus.

Das Sportgericht urteilte auf Grundlage schriftlicher Äußerungen der Streitparteien. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) und der Curling-Weltverband (WCF) auf der einen sowie Kruschelnizki auf der anderen Seite hatten zuvor auf eine mündliche Anhörung verzichtet.

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Anastassija Brysgalowa Ehemann muss seine Bronzemedaille zurückgeben. Sie sicherlich auch.

(Foto: dpa)

Der 25-Jährige trat mit seiner Ehefrau Anastassija Brysgalowa im erstmals bei Olympia ausgetragenen Mixed-Wettbewerb an. Er hatte dem Verband seines Landes zufolge bereits vor der Entscheidung angekündigt, seine Bronzemedaille zurückgeben. Das muss er nun auch.

Das IOC erklärte: "Sobald die Ergebnisse von der World Curling Federation angepasst wurden und der Athlet den Verstoß gegen die Anti-Doping-Regeln akzeptiert hat, wird das IOC sein Bestes geben, um die Medaillenumverteilung in Pyeongchang zu organisieren." Die WCF gratulierte bereits den ursprünglich viertplatzierten Norwegern Kristin Skaslien und Magnus Nedregotten zur Bronzemedaille.

Kruschelnizki akzeptiert Suspendierung

Der Cas teilte mir: Der Athlet habe "eine vorläufige Suspendierung über den Zeitraum der Spiele hinaus angenommen und behält sich das Recht vor, die Aufhebung oder die Verringerung einer Sperre nach Abschluss der Spiele zu beantragen, falls kein Verschulden oder keine Fahrlässigkeit vorliegt".

Es ist der dritte Dopingfall der Winterspiele in Pyeongchang, zuvor waren der japanische Shorttracker Kei Saito mit der maskierenden Substanz Acetazolamid und der slowenische Eishockeyspieler Ziga Jeglic mit dem verbotenen Asthmamittel Fenoterol erwischt worden.

Ob der Fall Auswirkungen auf eine mögliche Aufhebung der Suspendierung des russischen Nationalen Olympischen Komitees noch vor der Schlussfeier am Sonntag hat, ist unklar.

Quelle: n-tv.de, lsc/sid/dpa

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